Im Norden

Fall Fabian (8): Zeuge berichtet von „Bestechung“ – Richter ermahnt ihn

Andreas Ohm, Anwalt, und die Angeklagte sitzen im Landgericht und warten auf die Fortsetzung des Mordprozesses.
Anwalt Andreas Ohm und die Angeklagte sitzen im Landgericht und warten auf die Fortsetzung des Mordprozesses.

Im Mordprozess zum Tod von Fabian (8) wurden bereits viele Zeugen gehört. Einer erhebt nun einen schwerwiegenden Vorwurf.

Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat ein Zeuge von einem mutmaßlichen Bestechungsversuch hinsichtlich seiner Aussage berichtet. Er sei im Dezember 2025 auf seinem Grundstück von einer Frau und einem Mann bedroht worden, sagte der 24-Jährige. Sie hätten ihm 5000 Euro geboten, wenn er schlecht über die Angeklagte aussage. Das habe er strikt abgelehnt. 

Er habe über die Angeklagte aussagen sollen, dass sie keine Kinder möge, ihre Tiere schlecht behandle und psychische Probleme habe. Das stimme aber nicht, so der Zeuge, der die Angeklagte als „beste Freundin” beschrieb, zu der er immer habe kommen können. Ziel sei gewesen, dass die heute 30 Jahre alte Deutsche angeklagt werde und im Gefängnis lande.

Fall Fabian: Widersprüche zu vorheriger Aussage

Der Richter erinnerte den Zeugen deutlich und „ganz, ganz dringend” daran, dass er vor Gericht die Wahrheit sagen müsse. Es gab mehrfach Widersprüche zu einer vorherigen Aussage bei der Polizei, die der Richter ihm auch vorhielt.

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Zuvor hatte der Zeuge beantragt, die Öffentlichkeit für seine Aussage auszuschließen. Das lehnte der Richter aber ab. 

Die Angeklagte soll Fabian laut Anklage am 10. Oktober mit sechs Messerstichen getötet und den Leichnam anschließend angezündet haben. Die 30-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen. (dpa/js)

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