Timmendorfer Strand Rettungsdienst Restaurant

Gleich mehrere Rettungswagen waren in der Strandstraße am Timmendorfer Strand im Einsatz. Foto: NEWS5

„Menschliches Versagen“: Putzmittel statt Marillenschnaps ausgeschenkt

Sie haben Reinigungsmittel getrunken, bestätigt die Polizei am Freitagnachmittag den unfassbaren Verdacht: Am Donnerstagabend ist es zu einem Großeinsatz in Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) gekommen. Neun Gäste eines Restaurants klagten plötzlich über gesundheitliche Probleme. Nun äußert sich der Wirt.

„Durch ein menschliches Augenblickversagen während der Vollbelegung des Restaurants wurde eine leere Ausschankflasche für Marillenschnaps versehentlich mit einer Reinigungslösung für eine Spülmaschine der Bar aufgefüllt“, zitieren die Lübecker Nachrichten den Betreiber des Restaurants: „Beide Nachfüllbehälter (Marille und Reinigungsmittel) ähneln sich in der Farbe. Welcher Mitarbeiter diese Behälter verwechselt hat, ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Fest steht, dass eine Flasche Marillenschnaps mit Dosier- beziehungsweise Ausschankhilfe falsch befüllt wurde“, heißt es weiter.

Restaurant in Timmendorfer Strand: Reinigungsmittel ausgeschenkt

Nach Angaben der Polizei wurden Einsatzkräfte gegen 20.20 Uhr zu dem Fischrestaurant an der Strandstraße gerufen, weil mehrere Gäste offenbar eine stark ätzende Flüssigkeit zu sich genommen hatten. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, weitere mussten ins Krankenhaus gebracht werden.


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Insgesamt erlitten drei Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 31 und 84 Jahren Verletzungen. Neun Betroffene wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Mindestens eine Person wurde dabei so schwer verletzt, dass Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Timmendorfer Polizei teilte am Freitag mit, dass sieben der neun ins Krankenhaus gebrachten Personen wieder entlassen werden konnten. Zwei Betroffene werden weiterhin medizinisch behandelt.

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Vor Ort waren zehn Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie die Freiwillige Feuerwehr Niendorf im Einsatz. Die Polizei stellte Beweismittel sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein. (mp)

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