Die Bundespolizei bei einem Einsatz an den Gleisen.

Die Bundespolizei bei einem Einsatz an den Gleisen. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | David Young

Pfandsammler spaziert über Bahngleise – Zugführer bremst in letzter Sekunde

Durch eine Schnellbremsung hat ein Lokführer in Hannover einen Zusammenstoß der S-Bahn mit einem Pfandsammler verhindert.

Als sich die Bahn am Samstag dem Bahnhof Hannover-Linden/Fischerhof näherte, bemerkte der Fahrer den Mann auf den Gleisen – da war der Zug lediglich 50 bis 100 Meter entfernt, wie die Bundespolizei mitteilte. Bevor es zu einem Unfall kam, kam die Bahn zum Stehen; verletzt wurde niemand. 

Vom Gleis in den Zug – ohne Schuldbewusstsein

Der 55 Jahre alte Pfandsammler sei sich „augenscheinlich keiner Schuld bewusst“ gewesen, teilte die Bundespolizei weiter mit. Passanten halfen ihm, von den Gleisen zurück auf den Bahnsteig zu klettern. Danach stieg er in die S-Bahn ein, die seinetwegen zum Anhalten gezwungen worden war. Zeugen alarmierten daraufhin die Bundespolizei.

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Am Hauptbahnhof warteten dann Bundespolizisten auf den 55-Jährigen. Er gab laut den Beamten an, die Bahn nicht wahrgenommen zu haben, als er im Gleis Pfandflaschen sammelte. Ermittelt wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Beamten nahmen den Fall zum Anlass, um auf die Gefahren von herannahenden und durchfahrenden Zügen an Bahnhöfen aufmerksam zu machen. (dpa/mp)

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