Meine Fähre Norderney Norden

„Meine Fähre 1“ der Reederei „Meine Fähre“. Foto: picture alliance/dpa | Volker Bartels

Nordsee-Fähre stellt Betrieb ein – alle Mitarbeiter entlassen

Am Ende hat es nicht gereicht: Der Versuch, andere Reedereien zum Einstieg in das erst 2022 gegründete Unternehmen „Meine Fähre“ zu bewegen, ist gescheitert. Diesen Sonntag ist Schluss.

Eine mehrwöchige Suche nach neuen Investoren für die insolvente Reederei „Meine Fähre“ hat keinen Erfolg gehabt. Das Unternehmen, das seit rund anderthalb Jahren Fährverbindungen zwischen Norddeich und der Insel Norderney anbietet, habe trotz einer guten Auslastung anhaltend Verluste gemacht. Das habe sich zuletzt noch verschärft, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Hans-Joachim Berner mit. Die letzte reguläre Fahrt findet demnach am 3. Mai um 18.30 Uhr von Norderney nach Norddeich statt.

„Meine Fähre“ sieht keine Perspektive mehr

Die rund 20 Beschäftigten der Reederei würden nach Kräften beim Wechsel in neue Arbeitsverhältnisse unterstützt, hieß es. Löhne und Gehälter seien noch bis Ende Mai gesichert.


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Verhandlungen mit anderen Reedereien als potenziellen Investoren für eine Übernahme des Unternehmens haben Berner zufolge nicht in der nötigen Zeit zu einem Ergebnis geführt. In den kommenden Wochen sollen die Fähren und andere Teile des Unternehmensvermögens verwertet werden.

 „Die Summe der Belastungen war letztlich zu hoch und Perspektiven zur dauerhaften Sanierung sind nicht absehbar“, sagte Berner laut Mitteilung. Zur Einstellung des Fährverkehrs habe es daher keine Alternative gegeben. „Verluste müssen nun einmal endlich sein und die Regelungen des Sanierungsrechts sind dahingehend eindeutig.“

Betrieb im Herbst 2024 aufgenommen

Im Herbst 2024 hatte die Reederei mit dem Schiff „Meine Fähre 1“, auf der auch Autos transportiert werden konnten, die Fährlinie aufgenommen. Bis dahin hatte allein die in Norddeich (Landkreis Aurich) ansässige Reederei Norden Frisia mit großen Passagier- und Autofähren Reisende von und zu der Insel Norderney gebracht. Eigentlich war geplant, in diesem Jahr mit einer zweiten, kleineren Personenfähre den Fährbetrieb zu erweitern.

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Hinter der 2022 gegründeten Reederei „Meine Fähre“ mit Sitz auf Norderney stehen mehrere Gesellschafter, darunter Hoteliers und eine Stiftung. Für die erste Fähre, die auf einer Werft in Groningen (Niederlande) gebaut wurde, investierten die Gesellschafter nach eigenen Angaben einen niedrigen Millionenbetrag. Konkrete Zahlen zu beförderten Passagieren, Auslastung und Wirtschaftlichkeit nannte die Reederei nicht. (dpa/mp)

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