Sand fehlt – Norderneys Badestrand an Weißer Düne schrumpft
Hilfe – in Norderney fehlt der Sand! Die Badesaison an zwei Stränden auf der Nordseeinsel wird in diesem Sommer anders aussehen als sonst. Was das für Strandkörbe, FKK-Bereich und Badegäste bedeutet.
Zusammenfassung:
- Wegen Sturmfluten und Hochwasser gibt es derzeit weniger Sand an beliebten Norderney-Stränden.
- Die Weiße Düne reduziert Strandkörbe, der Oase-Strand ist wegen Kabelverlegung gesperrt.
- Es soll neue Strandangebote mit Hängesitzkörben und Hängematten an der Weißen Düne geben.
„Die Weiße Düne entwickelt sich in dieser Saison zu einem bewusst reduzierten, naturnahen Erlebnisraum“, sagte Kurdirektor Wilhelm Loth in einer Mitteilung.
Denn: Nach Sturmfluten und Hochwasser fehlt an dem bei Gästen beliebten Badestrand jede Menge Sand! Hinzu kommt: Am benachbarten Oase-Strand weiter östlich arbeitet der Netzbetreiber Amprion in diesem Sommer an der Verlegung von Kabeln für Offshore-Windparks, die die Insel unterqueren. Der Strand wird dort für die Dauer der Bauarbeiten zeitweise gesperrt.
Was sich an den Stränden in Norderney ändert
Am Strandabschnitt an der Weißen Düne will das Staatsbad in Kürze Sand auffahren, um so zumindest einen Teilbetrieb zu ermöglichen. Absehbar ist aber bereits, dass dort deutlich weniger Strandkörbe stehen werden als sonst – ab Mitte Mai sollen es rund 60 sein. Auch die Schlafstrandkörbe sollen dort stehen. Eine neue Aufenthaltsqualität sollen Hängesitzkörbe und Hängematten bieten, die an der bestehenden Holzplattform mit Blick Richtung Nordsee aufgehängt werden sollen.
Beeinträchtigungen gibt es wegen der Bauarbeiten am Oase-Strand von Juni bis August – teils wird die Nordsee dort nicht zugänglich sein. Trotzdem soll der Strand in Teilen für Gäste nutzbar sein, heißt es vom Staatsbad. Rund 160 Strandkörbe sollen dort aufgestellt werden, ebenso die Strandkorbvermietung, Sauna und Kiosk. Die FKK-Bereiche fallen dort für die Sommersaison 2026 weg.
Insel bittet Land um Hilfe
„Unser Ziel ist es, trotz der Baumaßnahmen ein attraktives Strandangebot zu sichern. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für wichtige Infrastruktur der Zukunft“, sagte Kurdirektor Loth. Um die Strandsituation an der Weißen Düne zu verbessern, setzt das Staatsbad auch auf die Hilfe des Landes Niedersachsen. Eine Antwort steht den Angaben zufolge bislang noch aus. „Sollte das Land eine Unterstützung zusagen, würde das die Situation zumindest an der Weißen Düne noch einmal deutlich entschärfen“, sagte Loth.
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Neben Weißer Düne und Osae gibt es auf Norderney auch noch andere Strandabschnitte wie den Weststrand, die Kaiserwiese oder das Nordbad, wohin Urlaubsgäste ausweichen können. (dpa)
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