Zoll hebt illegale Schnapsbrennerei im Norden aus
60 Liter Schnaps, zwei illegale Anlagen und Verdacht auf Steuerhinterziehung: Wie ein Hinweis Zollfahnder nach Cloppenburg führte.
Zollfahnder haben zwei illegal betriebene Brennanlagen und rund 60 Liter hochprozentigen Alkohol in einer Doppelhaushälfte im niedersächsischen Cloppenburg beschlagnahmt. Wie das Zollfahndungsamt Hannover mitteilte, soll ein 68-Jähriger die Brennanlagen in seinem Wohnhaus betrieben haben. Ein Hinweis brachte die Ermittlungen ins Rollen.
Einsatzkräfte finden Behälter mit Maische
Dem Mann wird Steuerhinterziehung durch die illegale Herstellung von Alkohol vorgeworfen. Bei der Durchsuchung fahnden die Einsatzkräfte auch einen Behälter mit angesetzter Maische – ein Ausgangsprodukt für die alkoholische Gärung.
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„Die Herstellung von hochprozentigem Alkohol ohne Genehmigung ist eine Straftat“, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Hannover, Guido Mäke. „Es gibt hier auch keine Ausnahmen für den Privatgebrauch.“ Er verwies darauf, dass illegal gebrannter Schnaps gefährlich sei, weil er giftiges Methanol oder Verunreinigungen enthalten könne, die auch in kleinen Mengen schwere Gesundheitsschäden verursachen könnten.
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