Teilnehmer stehen bei einem Verdi-Warnstreik an einem Streikposten.

Teilnehmer bei einem Verdi-Warnstreik an einem Streikposten. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa | Marcus Golejewski

Warnstreiks im Norden: Hier kann es deshalb glatt werden

In Niedersachsen wird wegen der laufenden Tarifverhandlungen gestritten. Autofahrer müssen erneut teils Umwege in Kauf nehmen. Verdi ruft Mitarbeiter der Straßenmeistereien wieder zu einem Warnstreik auf – auch beim Winterdienst soll es Einschränkungen geben.

Wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst müssen sich Autofahrer am Mittwoch auf Umwege und schlecht geräumte Straßen einstellen. Nach Angaben von Verdi werden etwa die Jann-Berghaus-Brücke im ostfriesischen Leer komplett sowie der Wesertunnel im Landkreis Wesermarsch teilweise infolge der Warnstreiks für den Verkehr gesperrt.

Warnstreiks legen Häfen lahm

Weil auch bei Straßenmeistereien zu Warnstreiks aufgerufen wird, ist zudem mit Einschränkungen im Winterdienst zu rechnen. „Wir raten dazu, witterungsangepasst zu fahren und mehr Zeit für die Wege zur Arbeit einzuplanen”, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Vereinbart wurde aber ein Notdienst, damit die wichtigsten Straßen befahrbar blieben.

Die Gewerkschaft ruft auch Arbeiter zu Warnstreiks bei Niedersachsen Ports (NPorts) auf. Am Mittwoch wird nach Angaben der Gewerkschaft der Seehafen in Stade bestreikt, am Donnerstag in Cuxhaven und Emden die Arbeit niedergelegt. Während der Warnstreiks sind die Hafentore und Schleusen für Fahrten geschlossen – das gilt sowohl für Firmen als auch für private Boote. 

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In Emden gibt es einen Notbetrieb, damit es im Hafen sicher bleibt. Für Stade und Cuxhaven ist das nicht geregelt. Nach Angaben von Verdi hat die Gewerkschaft vorab versucht, mit allen betroffenen Hafenstandorten Absprachen für einen Notbetrieb zu treffen. In Stade und Cuxhaven hätten die Arbeitgeber auf entsprechende Vorschläge jedoch nicht reagiert.

Warum gestreikt wird

Grund für die Warnstreiks sind laut Gewerkschaft festgefahrene Tarifverhandlungen. Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen der Länder haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber nicht geeinigt, wie Verdi mitteilt. „Vor diesem Hintergrund sieht sich Verdi veranlasst, den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen und tragfähige Lösungen zu erreichen”, heißt es in der Mitteilung.

In Hannover ist um 11 Uhr eine Demonstration mit anschließender Kundgebung geplant. Dort wollen dbb-Bundeschef Volker Geyer und Zimbehl zu den Beschäftigten sprechen. Der Landesvorsitzende rechnet mit einer Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 11. Februar in Potsdam beginnen. (dpa/mp)

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