Wohncontainer im Grenzdurchgangslager Friedland (Archivbild).

Wohncontainer im Grenzdurchgangslager Friedland (Archivbild). Foto: picture alliance / dpa/Stefan Rampfel

Aufgeregter Zeuge gibt Hinweis: Verletzter im Grenzdurchgangslager entdeckt

Ein aufgeregter Zeuge hat die Polizei im niedersächsischen Grenzdurchgangslager Friedland zu einem verletzten Mann gebracht. Seine Verletzungen deuten auf einen spitzen Gegenstand hin – doch vielmehr ist bisher nicht bekannt.

Ein verletzter Mann ist im Grenzdurchgangslager Friedland entdeckt worden. Beamte fanden ihn am Vormittag nach dem Hinweis eines anderen aufgeregten Mannes in einem Unterkunftsgebäude der Einrichtung, wie die Polizei mitteilte. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch völlig unklar – somit ist auch offen, ob der Mann sich selbst verletzte, einen Unfall hatte oder attackiert wurde.

Der Verletzte wurde vor Ort behandelt und kam danach in ein Krankenhaus. Die Verletzungen würden möglicherweise auf einen spitzen Gegenstand hindeuten. Ob es aber eine Fremdeinwirkung gab, ist nach Polizeiangaben noch offen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Polizisten und Polizistinnen führen den Angaben nach Vernehmungen vor Ort durch.

Erinnerungen an den Fall Liana

Nach Angaben der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen ist das Grenzdurchgangslager Friedland die bundesweit einzige Aufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler. Es liegt im Süden Niedersachsens an der Grenze zu Thüringen und Hessen und besteht seit 1945. Bis heute kommen dort auch Flüchtlinge aus humanitären Aufnahmeprogrammen sowie Asylsuchende – etwa afghanische Ortskräfte – zunächst an, bevor sie auf die Bundesländer verteilt werden.

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Zuletzt sorgte das Grenzdurchgangslager wegen eines mutmaßlichen Totschlags für Aufsehen. Einem Iraker wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr am Bahnhof im südniedersächsischen Friedland ein Mädchen vor einen durchfahrenden Güterzug geschubst zu haben. Der Fall beschäftigt auch die Politik, weil der ausreisepflichtige Iraker nach den europäischen Asylregeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen hätte gebracht werden sollen. Der Verdächtige soll später in dem Grenzdurchgangslager aufgefallen sein. Zwischenzeitlich war er dort auch untergebracht. (dpa/mp)

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