Tierpark vor dem Aus: 200 Tiere bedroht – Insolvenzverfahren läuft
Ein traditionsreicher Tierpark steht vor dem Aus: Der LandPark Lauenbrück befindet sich seit Kurzem im vorläufigen Insolvenzverfahren. Nach Angaben des Betreibers sind die finanziellen Rücklagen vollständig aufgebraucht. Als Gründe werden die Folgen der Corona-Pandemie, die umsatzschwachen Wintermonate sowie massiv gestiegene Energie-, Futter- und Personalkosten genannt.
Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, müssen bis spätestens 29. Januar insgesamt 50.000 Euro aufgebracht werden. Davon werden 40.000 Euro für den laufenden Betrieb benötigt, weitere 10.000 Euro dienen als Überbrückung gegenüber dem Eigentümer der Ländereien. Gelingt dies nicht, droht dem Park bereits Ende Januar die Schließung.
Die Konsequenzen wären gravierend: Mehr als 200 Tiere würden ihr Zuhause verlieren, zudem stünde ein seit über fünf Jahrzehnten bestehender Ort für Umweltbildung, Therapieangebote und Naturerlebnisse vor dem endgültigen Ende. Der Park gilt insbesondere für Familien, Schulen und soziale Einrichtungen als wichtiger Anlaufpunkt.
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Die Scharnow Stiftung, die den LandPark unterstützt, sieht die kommenden Tage als entscheidend an. Ziel sei es, durch die kurzfristige Finanzierung Zeit für eine tragfähige Zukunftslösung zu gewinnen. Ob dies gelingt, ist derzeit offen. (rei)
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