Familienunternehmen sprengt 800-Millionen-Euro-Umsatzmarke – dank Netflix
Das Teeimperium Laurens Spethmann Holding (LSH) aus Seevetal hat die Umsatzmarke von 800 Millionen Euro geknackt. Das Geheimnis des Erfolges sind unter anderem zwei ganz besondere Teesorten mit prominenten Kooperationen.
Über 800 Millionen Euro Umsatz hat das Familienunternehmen Laurens Spethmann Holding im vergangenen Jahr mit den bekannten Marken Meßmer, Milford und Onno Behrends gemacht. Das sagte Vorstandschef Peter Amon dem „Abendblatt“. Dabei stechen zwei Produkte besonders heraus.
Meßmers Teesorte: Kai Pflaume
Großen Erfolg brachte die Kooperation zwischen Meßmer und dem Fernsehmoderator Kai Pflaume. So wurde am 1. Oktober 2025 aus der Teesorte „Französische Pflaume” eine Limited Edition namens „Kai Pflaume” auf den Markt gebracht. „Das fanden wir charmant. Kai Pflaume ist ein Sympathieträger bei Jung und Alt. Er hat der Marke einen starken Schub gegeben“, so Amon.
Noch erfolgreicher als die Kai-Pflaume-Edition war ein Tee als Hommage an die Netflix-Serie Bridgerton. Diese spielt im royalen Großbritannien während des frühen 19. Jahrhunderts und ist weltweit erfolgreich. Drei exklusive Bridgerton-Sorten und ganze sechs der Klassiker-Sorten erschienen bei Meßmer als Special-Edition im Bridgerton-Design. „Das hat bei unseren Kunden wahnsinnig eingeschlagen“, erzählt Amon.
„Allein in Deutschland werden pro Minute 89.000 Tassen Tee aufgegossen“
Grundlegend gilt: „Tee ist immer noch das zweitbeliebteste Getränk nach Wasser weltweit. Allein in Deutschland werden pro Minute 89.000 Tassen Tee aufgegossen. Das ist ein enormer Wert, der zeigt, dass ein Produkt in der Mitte der Gesellschaft steht.” Neben dem Teegeschäft verzeichnet die LSH zusätzlich Unternehmensbeteiligungen im Verkauf von Nussriegeln, Frühstückscerealien wie Müsli und Cornflakes, Trockenfrüchten und Nüssen. Hinzu kommt die Herstellung nachhaltiger Verpackungen aus Maisgrieß. Rund 1700 Mitarbeitende arbeiten für das Unternehmen.
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Neben dem Umsatzerfolg konnte das Unternehmen unter der Führung von Amon um drei Prozent wachsen. Früher war er Deutschlandchef von Unilever und in verschiedenen Funktionen bei Nestlé tätig. Während eines dreijährigen Aufenthalts in China lernte er besonders grünen Tee schätzen. Heute trinkt er etwa zwei Liter am Tag. Er hat also geschafft, wovon viele träumen: seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.
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