Totes Baby in Mülltonne entdeckt: Mutter „nicht vernehmungsfähig“
Schockfund am Mittwochabend im Landkreis Harburg: In einer Mülltonne wurde ein lebloses Baby entdeckt. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Neugeborenen feststellen.
Ein totes Baby ist in einer Mülltonne im Kreis Harburg im Norden Niedersachsens entdeckt worden. Das Kind sei in einer Restmülltonne gefunden worden, die neben einem Wohnhaus stehe, teilte die Polizei in Buchholz am Abend mit.

Einer der Hausbewohner habe gegen 19.30 Uhr die Mülltonne geöffnet, sagte Polizeisprecher Henning Flader in Buchholz. Dort habe der Mann den Fötus entdeckt – und dann umgehend die Polizei informiert. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Kindes feststellen können.
War das Baby lebensfähig?
Wie alt das Kind war und ob es gelebt habe oder überhaupt lebensfähig gewesen sei, das sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher. „All das wird nun morgen in einer rechtsmedizinischen Untersuchung beleuchtet werden“, erläuterte er.

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Es sei somit auch möglich, dass das Kind tot zur Welt gekommen sei. Der Leichnam sei verpackt gewesen. Worin der Fötus verpackt war, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Totes Baby: Polizei ermittelt die Mutter
Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, konnte die Mutter des toten Neugeborenen inzwischen ermittelt werden. Es handelt sich um eine 24-Jährige aus Reinbek (Kreis Stormarn), die „aufgrund ihrer körperlichen Verfassung in ein Krankenhaus gebracht“ wurde. Die Ermittlungen gehen weiter.
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„Die junge Frau ist derzeit nicht vernehmungsfähig, sie konnte nicht zu den Hintergründen befragt werden“, sagte Polizeisprecher Henning Flader am Donnerstag. Sie sei am Vorabend eigenständig in der Nähe des Fundortes erschienen und habe sich den Polizeikräften zu erkennen gegeben, ergänzte er.
Bei dem Haus, neben dem die Babyleiche gefunden wurde, handelt es sich um ein großes, rot verklinkertes Einfamilienhaus, das etwas abseits im Ortsteil Vahrendorf liegt. Ein Zimmer in dem Haus war laut eines Reporters vor Ort mit Luftballons an der Decke dekoriert. Die Kripo und ein Team der Spurensicherung waren bis zum späten Mittwochabend vor Ort.
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