Die Meinung über das neue, nackte Kunstwerk „Mea Dea”an der Bundesstraße in Hildesheim spalten sich.

Die Meinung über das Kunstwerk „Mea Dea” an der Bundesstraße in Hildesheim sind geteilt. Foto: picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte

„Pralle Formen“: Nackte Frau an Bundesstraße sorgt für Aufregung

Die Skulptur ist mehr als sechs Meter groß. Umgeben von Feldern, Bäumen und Windrädern sorgt das neue Kunstwerk im Landkreis Hildesheim für Aufregung. Die Statue, die eine nackte Frau zeigt, steht seit kurzem am Straßenrand der Bundesstraße 494 bei Hohenhameln-Bründeln, nordöstlich der Kreisstadt. Das gefällt nicht allen in dem Örtchen mit 164 Einwohnern.

„Einer sagt so, einer sagt so”, sagte eine Anwohnerin. Sie finde das Werk „nicht unnett”. Ob es eine Fruchtbarkeitsgöttin, wie das Werk mitunter bezeichnet wird, brauche? „Mehr Kinder wären schön, dann wäre mehr Leben im Dorf”, sagte sie.

Warum die Skulptur „pralle Formen“ hat

Ein anderer Anwohner sagte: „Kunst bereichert die Welt, in unserer schlechten Welt, die wir schon haben.” Ein weiterer sagte, er halte nicht viel davon, auch wenn er die künstlerische Arbeit respektieren könne. Von einem anderen hieß es: „Im Grunde genommen ist mir das völlig egal.”



Ganze 6,20 Meter misst die aus Stein gehauene Figur mitsamt ihrem Sockel. Sie wiegt 20 Tonnen und zeige eine „hochschwangere Frau mit prallen Formen”. Einiges sei bewusst überzeichnet, damit die markante rote Farbe des aus der Nähe von Salzburg stammenden Steines nicht die gesamte Aufmerksamkeit einnehme.

Fruchtbarkeitsgöttin besonders von Frauen gefeiert

Man könne das Werk als Fruchtbarkeitsgöttin bezeichnen, nicht zuletzt wegen der fruchtbaren Böden in der Region, auf denen die Skulptur stehe. Die konkrete Bedeutung seines Werkes „Mea Dea“ will Bildhauer Dieter Homeyer aber lieber anderen überlassen, sagt er.

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Von Frauen habe er durchweg positive Reaktionen erhalten, sagte der Künstler. Sie ließen sich unter anderem mit der Aussage zusammenfassen: „Endlich wird eine Frau in der deformierten Form der Schwangerschaft gezeigt und nicht in der idealisierten Form der männlichen Vorstellung”. (dpa/js)

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