Niedersachsen plant 2026 Rekordinvestitionen für Küstenschutz
Ob höhere Deiche oder ertüchtigte Bauwerke: Niedersachsen will auch dieses Jahr kräftig in den Küstenschutz investieren. Und auch im Binnenland soll mehr Geld in den Hochwasserschutz fließen.
Niedersachsen will in diesem Jahr zusammen mit dem Bund rund 86 Millionen Euro für den Küsten- und Inselschutz ausgeben. Das gab das Umweltministerium in Hannover auf dpa-Anfrage bekannt. Das wäre erneut eine Rekordsumme. Schon in den vergangenen Jahren hatte das Land mehr Geld investiert, um Deiche zu erhöhen, Sperrwerke zu modernisieren und Schutzdünen zu ertüchtigen. Zum Vergleich: 2025 waren es rund 81 Millionen, 2024 rund 79 Millionen.
Küstenschutz Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern
Küstenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern. Die Investitionskosten verteilen sich zu 70 Prozent auf den Bund und zu 30 Prozent auf das jeweilige Land.

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Deichverbände fordern bereits seit Längerem höhere Investitionen in den Küsten- und Hochwasserschutz. Sie bemängeln, dass ohne ausreichende Mittel Deiche nicht schnell genug erhöht werden können, und kritisieren einen Modernisierungsstau bei alten Schöpfwerken und Sielen.
Zusätzliche Millionen auch für Binnenhochwasserschutz
Nicht nur an der Küste, sondern auch im Binnenland beabsichtigt die Landesregierung in diesem Jahr mehr Geld für den Hochwasserschutz auszugeben. „Zusätzlich zum normalen Hochwasserprogramm konnten wir jetzt weitere 46 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland, Deichrückverlegungen und Auenentwicklung mobilisieren“, sagt Umweltminister Christian Meyer.
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Der Modernisierungsstau bei alten Schöpfwerken, Sielen und Entwässerungssystemen ist allerdings noch deutlich größer. Bereits jetzt hätten Kommunen, Wasser- und Deichverbände viele weitere Küstenschutz- und Sanierungsmaßnahmen beantragt, wie das Umweltministerium sagt.
„Daher wird das Umweltministerium noch dieses Jahr mit Mitteln aus dem Landesinvestitionsprogramm weitere 20 Millionen Euro für Siel- und Schöpfwerke bereitstellen“, kündigt Umweltminister Meyer an. Beim Hochwasserschutz und der Gewässerrenaturierung dürfe nicht gespart werden. (mp/dpa)
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