Mutter lagerte totes Baby in Pizzakarton im Gefrierfach
Schrecklicher Fund: Monatelang lagerte eine 33-Jährige ihr totes Frühchen in einem Pizzakarton im Gefrierfach. Jetzt steht die Frau in Verden vor Gericht, weil sie es unversorgt ließ. Die Kammer muss klären, ob das Kind überhaupt lebensfähig gewesen wäre.
Weil sie ihr zu früh geborenes Baby unversorgt gelassen haben soll, steht eine 33-Jährige aus Niedersachsen vor dem Landgericht Verden. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Totschlag durch Unterlassen vor.
Totes Frühchen: War die Mutter schuldfähig?
Die Mutter soll das in ihrer Achimer Wohnung geborene, 940 Gramm schwere Frühchen nach dessen Tod in einem Pizzakarton im Gefrierfach ihres Kühlschranks gelagert haben. Dort fanden Angehörige Monate später den Leichnam.
Das Neugeborene habe nach der Geburt in der 27. oder 28. Schwangerschaftswoche noch 30 Minuten gelebt, sagte Staatsanwalt Alexander Bleckat. Obwohl der drogenabhängigen Mutter bewusst gewesen sei, dass das Mädchen unversorgt sterben würde, habe sie keine Rettungskräfte alarmiert. Ob die Frau zum Tatzeitpunkt schuldfähig war, muss nun ermittelt werden.
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Medizinische Gutachter müssen jetzt klären, ob das Kind überhaupt lebensfähig gewesen wäre. Die Kammer habe den Haftbefehl gegen die Angeklagte aufgehoben, da kein Hinweis auf eine vorsätzliche Tat vorliege, sagte die Vorsitzende Richterin. Es sind insgesamt fünf Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil soll Ende März verkündet werden. (dpa/mp)
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