Mutter mit Kindern sitzt vor einem Smartphone

Familien-Influencer sollen sich zukünftig eine behördliche Erlaubnis einholen (Symbolbild) Foto: IMAGO/imagebroker

Landtag diskutiert über strenge Regeln für Familien-Influencer

Dürfen Familien-Influencer weiterhin Geld verdienen mit Kinderfotos? SPD und Grüne fordern klare Vorgaben für Eltern, die ihr Familienleben im Internet kommerziell zur Schau stellen.

Die Abgeordneten in Niedersachsens Landtag befassen sich am Mittwoch mit dem Schutz von Kindern in sozialen Medien. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen dabei sogenannte Familien-Influencer in den Blick nehmen, die zu kommerziellen Zwecken Einblicke in ihr Familienleben geben – inklusive ihrer Kinder. 

Rot-Grün fordert mehr Kontrolle von Familien-Influencern

Rot-Grün wirbt dafür, dass sich die Landesregierung beim Bund dafür einsetzt, Arbeitsfelder wie das Influencing in das Jugendarbeitsschutzgesetz aufzunehmen. Zudem solle eine rechtliche Regelung erlassen werden, wonach die Eltern für die Tätigkeit als Familien-Influencer eine behördliche Erlaubnis einholen müssen. Außerdem soll ein Teil der Einnahmen auf einem Konto für das Kind hinterlegt werden müssen. Zudem müsse der Bund sicherstellen, dass keine Beiträge von Familien-Influencern zugelassen werden, die die Privatsphäre oder Sicherheit von Kindern und Jugendlichen gefährden. Vorbild für den Vorschlag ist Frankreich.

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Zu den weiteren Themen im Landtag gehören die Einführung von Leih-Tablets für viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die vom Bund geplante Kürzung der Sprachförderung für Einwanderer und die Hebammenversorgung. (dpa/mp)

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