Totschlag

Der Angeklagte hält sich vor Verhandlungsbeginn einen Aktenordner vor das Geischt. Neben ihm sitzen die Rechtsanwälte Thomas Sörgel (l.) und Christian Brandes (r.). Foto: picture alliance/dpa | Michael Matthey

Insektizid im Kaffee, dann Ex mit Eisenrohr erschlagen: Landwirt muss hinter Gitter

Zuerst ein Insektizid im Kaffee, dann 23 Schläge mit einem Eisenrohr: Ein 41-Jähriger tötete seine Ex-Lebensgefährtin auf brutale Weise. Nun hat das Landgericht Hildesheim ein Urteil gefällt.

Nach dem gewaltsamen Tod der 38-Jährigen im Landkreis Peine muss der Ex-Freund des Opfers für 13 Jahre ins Gefängnis. Verurteilt wurde er wegen Totschlags und versuchten Mordes, wie Rainer de Lippe, Vorsitzender Richter am Landgericht Hildesheim, in seiner Urteilsbegründung sagte.

Frau erschlagen: Staatsanwalt forderte lebenslang

„Es besteht kein vernünftiger Zweifel daran, dass Sie der Täter sind“, betonte er. Es gebe unglaublich viele Indizien, die in der Summe erdrückend seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Landwirt hatte nach Überzeugung des Gerichts Ende Februar 2025 in einem Wohnhaus in Rietze bei Edemissen 23 Mal mit einem Eisenrohr auf den Kopf der Frau geschlagen und sie eine Treppe hinuntergestoßen. Die Mutter von drei Kindern, darunter zwei gemeinsame Kinder, erlitt ein Hirntrauma und Knochenbrüche, auch einen Schädelbruch, und starb an Blutverlust.

Er versuchte zuvor, die Frau zu vergiften

Einige Tage vor der Tat hatte er bereits versucht, die Frau zu töten. Dazu präparierte er ihre Kaffeemaschine mit dem nicht mehr zugelassenen Insektizid Parathion. Die 38-Jährige nahm jedoch einen seltsamen Geruch und eine Verfärbung wahr und trank den Kaffee nicht.

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Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Gefängnisstrafe gefordert, die Verteidigung einen Freispruch. Thomas Sörgel, einer der beiden Verteidiger des 41-Jährigen, kündigte an, Revision gegen das Urteil einlegen zu wollen. (mp/dpa)

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