150-Meter-Frachter treibt nach Feuer manövrierunfähig auf der Nordsee
Kurz nach dem Ablegen brach auf dem mit mehr als 1000 Autos beladenen Schiff ein Feuer aus. Das Havariekommando beschreibt die aktuelle Situation.
Ein Autotransporter treibt nach einem Brand manövrierunfähig vor der Nordseeinsel Borkum. Kurz nach dem Verlassen des Emder Hafens am Montagabend sei ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen, teilte das Havariekommando am Dienstag mit. Die Crew der „Thames Highway“ habe den betroffenen Teil des Schiffes luftdicht verschlossen und eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert. Der Brand sei inzwischen erloschen.
Zwei Teams speziell ausgebildeter Feuerwehrleute aus Cuxhaven und Wilhelmshaven sind noch an Bord, um nach Glutnestern zu suchen, teilte das Havariekommando mit. Gegen Mitternacht seien die ersten Einsatzkräfte per Hubschrauber an Bord gegangen.

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Wegen Maschinenschäden könne sich das Schiff nicht mehr eigenständig bewegen. Es soll nun von privaten Bergungsunternehmen zurück nach Emden geschleppt werden.
Feuer auf Frachter: Besatzung unverletzt
Die 18 Besatzungsmitglieder sowie ein Lotse an Bord des Schiffes sind den Angaben nach unverletzt. Der 149 Meter lange und 25 Meter breite Transporter ankere vorsorglich außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung, nordwestlich von Borkum. Schadstoffe würden nicht austreten. Rund um den Transporter würden sich die Wellen auf bis zu zwei Meter türmen.
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Ein Seenotrettungskreuzer sowie weitere Schiffe und Hubschrauber stünden in Nähe des Schiffes bereit. Nach Angaben des Havariekommandos war der Transporter auf dem Weg nach Grimsby in Großbritannien und ist mit 1.294 Fahrzeugen, darunter 477 Elektroautos beladen. (dpa)
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