Das Geheimnis des Friedhofs der ausgebrannten Busse
Die 25 ausgebrannten Busse sind verrostet, stehen seit zwei Jahren direkt an der Autobahn 1 unter einem eingestürzten Hallendach. Millionen Autofahrer sind seitdem schon an dem riesigen Firmengelände in Sittensen vorbeigefahren und haben sich gefragt: Was ist das für ein schräger „Bus-Friedhof“?
Am 12. Februar 2023 stand ein schwarzer Rauchpilz über dem Firmengelände der „Alga, Nutzfahrzeug- und Baumaschinen GmbH“. Nur unter massivem Einsatz von Löschschaum konnte die Feuerwehr nach stundenlangem Einsatz die Flammen ersticken. Doch der Einsturz des Hallendachs war nicht zu verhindern.
Firmenchef will bald räumen lassen
Der Großbrand bei „Alga“ war kein Einzelfall. Seit dem Herbst 2022 waren vor allem im Landkreis Rotenburg (Wümme) immer wieder Fahrzeuge angesteckt worden. Es brannten einzelne Pkw, es kam aber auch zu Brandstiftungen auf Geländen von Autohäusern oder -verwertern. Wenige Tage vor dem Großfeuer in Sittensen brannten bei einer Autovermietung in Mulmshorn 21 Fahrzeuge. Und nur einen Tag vor dem Brand bei „Alga“ stand ein Kleinbus in Weertzen in Flammen, der Ort liegt nur neun Kilometer von dem Brandort in Sittensen entfernt.
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Wenig später fasste die Polizei drei junge Männer (24-26). Sie wurden im November 2023 vom Landgericht Verden zu Haftstrafen von bis zu vier Jahren und acht Monaten verurteilt. Das wahrscheinliche Motiv: „Langeweile und Übermut“. Ausgerechnet der Brand bei „Alga“ konnte ihnen aber nicht nachgewiesen werden. Und warum stehen nun die ausgebrannten Busse immer noch auf dem Firmengelände? Unklar, ein Firmenvertreter kündigte der MOPO aber an, man wolle jetzt aufräumen.