Darum setzen Skilift-Betreiber im Harz jetzt auf Rodler
Schneereiche Winter sind im Harz zur Ausnahme geworden. Für viele Betreiber von Skiliften ohne Beschneiung bedeutet das den Abschied vom klassischen Skibetrieb. Erste Anlagen sind bereits verschwunden, andere werden umgebaut. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Einer der traditionsreichen Skilifte in Torfhaus hat im vergangenen Herbst ausgedient, zuletzt lohnte sich der Betrieb kaum noch. Die Zahl der Schneetage ging drastisch zurück, dafür häuften sich Sturmtage. Die Piste lag im Nationalpark – Beschneiung verboten. Mit dem Abbau des Lifts endeten 60 Jahre Skitradition. Der „NDR” berichtete zuerst.
Immer mehr Rodellifte im Harz
Statt auf Skifahrer setzen immer mehr Betreiber auf Rodler. Aufwand und Kosten des Rodelbetriebs seien ähnlich, doch Schlitten kämen mit deutlich weniger Schnee aus und sprächen ein breiteres Publikum an. In Hohegeiß und Braunlage wurden ehemalige Skilifte zu Rodelliften umgebaut. Mit Erfolg: Rodler stellen inzwischen den Großteil der Gäste – die Nachfrage nach Skisportangeboten gehe langfristig zurück.
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Der Skitourismus hat im Harz zwar Geschichte, doch die Wintersaison trägt er nicht mehr. Schneesport ist nur noch ein willkommenes Extra – aber nicht mehr planbar. Für viele Betriebe heißt das: anpassen oder aufgeben. (mp)
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