Darum bellen in dieser Stadt die Hunde mit dem Schwanz

Buxtehude
Der Binnenhafen in Buxtehude ist beliebtes Ausgehviertel.

Sie sind überall. Hase und Igel gehören genauso zu Buxtehude wie die Este und die Fachwerkhäuser. Die Hansestadt im Landkreis Stade lässt sich auf vielen Wegen entdecken. Auf dem Märchen- oder den Kulturpfaden zum Beispiel. Und das Rätsel, warum die Hunde hier mit dem Schwanz bellen, haben wir auch gelöst.

Hase und Igel

Auch wenn der Hase noch so schnell rennt, der Igel ist immer schon da. Warum? Weil der schlaue Igel den Wettlauf gegen den hochmütigen Hasen mit einem Trick gewinnt, indem er seine Frau als Doppelgängerin einsetzt. Die Figuren aus dem von Wilhelm Schröder aufgeschriebenen und in Buxtehude angesiedelten Volksmärchen sind Wahrzeichen der Hansestadt. Egal wohin der Besucher geht – sie sind immer schon da. Mal vor der Mühle am Fleth, mal irgendwo im Schaufenster, mal als Brunnenfiguren auf der Langen Straße.

Hase und Igel
Hase und Igel – in Buxtehude sind sie überall zu finden.

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Märchen am Weg

Weil Buxtehude neben der Geschichte vom Hasen und dem Igel eine hübsche Altstadt hat, idyllisch am Wasser liegt und weil hier auch noch die Hunde mit dem Schwanz bellen, nennt sich die Stadt gern Märchenstadt. Das mit den Hunden ist übrigens kein Märchen, sondern ein Missverständnis. Buxtehude wurde von Holländern gegründet. Die zeigten den Einheimischen, wie man eine Glocke (niederländisch: Hunte), ohne mit dem Hammer darauf zu schlagen, besser zum Läuten (niederländisch: bellen) bringen kann: mit einem Seil, das sie „Schwanz“ nannten. Weitere Märchen und Geschichten kann man auf dem Märchenpfad entdecken, der durch die Altstadt führt.

Märchenpfad
Der Märchenpfad führt auch zum Hexenhaus von Hänsel und Gretel.

Hafen und Brücken

Neben der Petrikirche gehört das Fleth, der innerstädtische Hafen, der an eine holländische Gracht erinnert, zu den wichtigsten Bauwerken. Entlang des West- und Ostflethes, die mit Brücken verbunden sind, laden kleine Geschäfte, Cafés und Galerien zum Bummeln und Gucken ein.

Buxtehude Museum
Vor dem Buxtehude-Museum steht die Bronzefigur des Priesters Gerhard Halepaghe, der im 15. Jahrhundert in der Stadt lebte.

Kunst für alle

Zu gucken gibt es ohnehin eine ganze Menge. Auf Plätzen, in Parks und sogar mitten im Wasser – überall stehen Kunstwerke. Der Flethenkieker, eine Bronzefigur am Westfleth, ist ein beliebtes Fotomotiv. An der Malerschule an der Hafenbrücke steht ein Kofferturm aus Metall. Auf der Este am Stadtpark schwimmt die Kunstinsel mit wechselnden Installationen. Zurzeit ist dort das Werk „Monokultur“ von Jürgen Rohde zu sehen.

Wer kein Kunstwerk verpassen möchte, folgt dem Kunstpfad durch die Stadt. Vor dem Buxtehude-Museum ist die Bronzefigur des Priesters Gerhard Halepaghe zu sehen, der im 15. Jahrhundert in Buxtehude lebte und viel Geld für die Armenfürsorge stiftete.

Abthaus
Das Abthaus von 1399 ist das zweitälteste Gebäude in Buxtehude.

Kulinarische Pause

Stadtbummel ohne Einkehr? Das macht nur halb so viel Spaß. Das Restaurant „Entlein“ hat eine Terrasse direkt am Stadtparksee und ist vor allem bei schönem Wetter eine gute Adresse. Deutsche Küche auf hohem Niveau bekommt man im „Abthaus“ von 1399, dem zweitältesten Gebäude der Stadt (geöffnet ab dem 4. Februar mittwochs bis samstags von 17 bis 22 Uhr). Wer einfach nur einen Kaffee trinken möchte, ist in der „La Dolce Vita Caffetteria“ (täglich von 10 bis 17 Uhr, sonntags geschlossen) an der Ritterstraße gut aufgehoben.

Sie sind überall. Hase und Igel gehören genauso zu Buxtehude wie die Este und die Fachwerkhäuser. Die Hansestadt im Landkreis Stade lässt sich auf vielen Wegen entdecken. Auf dem Märchen- oder den Kulturpfaden zum Beispiel. Und das Rätsel, warum die Hunde hier mit dem Schwanz bellen, haben wir auch gelöst.