Gruppe von Eseln

Esel im Landpark Lauenbrück Foto: Landpark Lauenbrück

Beliebter Tierpark nahe Hamburg in der Krise? Insolvenz beantragt

Ein Ausflugsziel steckt in der Krise: Der Landpark Lauenbrück (Landkreis Rotenburg/Wümme), rund eine Stunde Autofahrt von Hamburg entfernt, hat vorläufige Insolvenz beantragt. Für Besucher des Tierparks soll sich dennoch nichts ändern.

Der Landpark Lauenbrück, ein beliebtes Ausflugsziel südlich von Hamburg, hat beim Amtsgericht Walsrode vorläufige Insolvenz beantragt. Das geht aus einem Beschluss vom 16. Dezember hervor. Zuerst hatte die „Kreiszeitung“ berichtet. Als Gründe nennt die Geschäftsführung hohen Kostendruck sowie weiterhin spürbare Folgen der Corona-Pandemie.

Landpark Lauenbrück: Für Besucher soll sich nichts ändern

Für Besucher soll der Schritt jedoch keine unmittelbaren Folgen haben. „Der Park als solcher ist existent und bleibt auch weiter bestehen“, sagte Friedrich Michael von Schiller, Ehemann der Geschäftsführerin Katharina von Schiller, gegenüber der MOPO. Der Tierpark werde von einer Stiftung getragen, die den laufenden Betrieb sichere. Probleme habe ausschließlich die Betreibergesellschaft, die zur Stiftung gehöre. „Hätte die Presse nicht berichtet, hätten Besucher das Ganze gar nicht bemerkt“, so von Schiller.

Auch die Versorgung der Tiere und die Bezahlung der Mitarbeiter seien gesichert. Nach Angaben der Betreiber leben mehr als 200 Wild- und Nutztiere in dem Park, viele davon bedrohte Rassen. Die Besucherzahlen seien zuletzt sogar gestiegen: Rund 50.000 Menschen kamen demnach allein im Jahr 2025 in den Park, wie die „Kreiszeitung“ berichtet.

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Ein vom Gericht eingesetzter vorläufiger Insolvenzverwalter soll nun bei der Restrukturierung helfen. Ziel sei es, eine neue Betreibergesellschaft zu finden. Trotz der finanziellen Schieflage zeigt sich die Betreiberfamilie zuversichtlich: Für Gäste bleibe der Landpark geöffnet – und soll es auch bleiben. (apa)

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