Im Norden

Bei Richter! Polizei findet gigantische Mengen Kinderpornos

Das Landgericht Hannover
Das Landgericht Hannover

Ausgerechnet bei einem Richter sollen Millionen Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Missbrauchsdarstellungen gefunden worden sein. Sitzt er bald auf der Anklagebank?

Nach dem Fund von über 1,8 Millionen Dateien mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen auf seinen Geräten wird sich ein Richter möglicherweise bald auf der Anklagebank wiederfinden. Der 62-Jährige lebe in Niedersachsen, vorgeworfen werde ihm der Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Hannover.

Derzeit werde geprüft, ob ein Hauptverfahren eröffnet werde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover ist der angeklagte Richter in Thüringen tätig, die Anklage wurde demnach Ende Mai erhoben. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover sagte, der Mann sei auf freiem Fuß. Haftgründe lägen nicht vor.

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Die Ermittlungsbehörden hätten den Fall nach entsprechender Mitteilung aus den USA vom „National Center for missing and exploited children“ ins Rollen gebracht. Bei einer Durchsuchung seien rund 1,7 Millionen kinderpornografische und etwa 150.000 jugendpornografische Dateien gefunden worden. Diese enthielten schweren sexuellen Missbrauch von Säuglingen und Kindern. 

Laut „Bild“ sollen die Dateien auf fast 40 Festplatten, Datensticks und Laptops verteilt gewesen sein. Der Anwalt des Mannes sagte der Zeitung: „Mein Mandant äußert sich gegenwärtig nicht zur Sache.“ (dpa)

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