Bankmitarbeitern wurde schlecht: Wieder ein Tresorraum ausgeraubt
Erneut sind im Tresorraum einer Bankfiliale Schließfächer aufgebrochen worden – diesmal in Stuhr bei Bremen. „Zur Beute können derzeit noch keine Angaben gemacht werden“, teilte die Polizei in Diepholz am Abend mit. Bisher gebe es keine Spur von den Tätern.
Die Einbrecher in Stuhr brachen laut Polizei am Freitag in der Mittagspause der Bank über einen Lichtschacht in den Keller ein. Dort hätten sie mehrere Türen aufgebrochen, um zu den Schließfächern in der betroffenen Volksbank-Filiale zu gelangen. 14 Fächer wurden aufgebrochen. Laut Zeugen könnte es sich um drei Täter handeln, sagte ein Polizeisprecher. Sie sollen blaue Overalls getragen und vermutlich mit einem schwarzen Auto geflüchtet sein.
Tresorraum: Wie der Einbruch bemerkt wurde
Die Polizei ermittelt, ob die Einbrecher gestört wurden. Möglicherweise sei ihnen nicht genug Zeit für weitere Schließfächer geblieben, weil die Bankmitarbeiter wieder aus ihrer Pause zurückgekehrt seien. Eine Mitarbeiterin sei nach ihrer Pause in den Keller gegangen, habe einen beißenden Geruch und geöffnete Türen bemerkt. Ihr sei sofort unwohl gewesen.
Die Feuerwehr führte Messungen durch, stellte nach eigenen Angaben aber keine Gefahr für die Gesundheit fest. Warum die Einbrecher den unbekannten Stoff unter anderem auf Türklinken versprühten, ist laut Polizei noch unklar.
Mitarbeiter klagten über Übelkeit
Nachdem die Bankmitarbeiter über Übelkeit geklagt hätten, hätten Kollegen sofort den Rettungsdienst alarmiert und sämtliche Mitarbeiter aus dem Haus geholt. Der Grund für das Unwohlsein habe sich dann erst später gezeigt, erläuterte der Polizeisprecher.
„So viel Zeit können die Täter nicht gehabt haben“
Die Gemeindefeuerwehr sei ausgerückt und habe den Bereich um die betroffene Filiale weiträumig abgesperrt. Auch ein ABC-Zug sei im Einsatz gewesen, berichtete die „Kreiszeitung“ in Syke. „Die Feuerwehr stellte bei der Überprüfung der Räumlichkeiten unter Atemschutz keine erhöhten Messwerte fest“, hieß es von der Polizei. Zwei Mitarbeiter der Bank seien vom Rettungsdienst versorgt worden, sie seien aber nicht verletzt gewesen. Die Bankfiliale liegt an einer belebten Straße in der Nähe des Rathauses der Kleinstadt Stuhr.
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Zu der Bank sagte der Polizeisprecher, es handele sich um eine eher kleine Filiale. Zum Zeitpunkt des Einbruchs sei die Bank wegen Mittagspause geschlossen gewesen, bevor sie am Nachmittag wieder geöffnet habe. „So viel Zeit können die Täter nicht gehabt haben“, sagte der Polizeisprecher.
Ende Dezember waren im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen Einbrecher durch ein Bohrloch in den Tresorraum der dortigen Sparkasse gelangt. Sie brachen mehr als 3.000 Schließfächer auf und flohen mit Gold, Bargeld und anderen Wertsachen in Millionenhöhe. (dpa/mp)
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