Völlig demoliert hängt der erfasste PKW im Gleisbett.

Völlig demoliert hängt der erfasste PKW im Gleisbett. Foto: JOTO

Autofahrer von Güterzug erfasst und 50 Meter mitgeschleift

Ein Moment der Unachtsamkeit, dann ein gewaltiger Aufprall: An einem Bahnübergang in Stade ist ein Autofahrer von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt worden. Sein Wagen wurde 50 Meter über die Gleise geschoben.

An einem Bahnübergang im Stader Stadtteil Bützfleth ist es am Dienstagnachmittag zu einem schweren Unfall zwischen einem Pkw und einem Güterzug gekommen. Gegen 14.57 Uhr krachte eine Diesellok auf der Bützflether Industriestraße in ein Auto, das sich noch auf den Schienen befand.

PKW wurde von Lok rund 50 Meter weit geschoben

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 62-jähriger Mann aus Stade mit seinem Kia am Bahnübergang wenden. Dabei wurde er nach eigenen Angaben von der tiefstehenden Sonne geblendet und übersah das Rotlicht der Lichtsignalanlage, wie die Polizeiinspektion Stade mitteilt. Der herannahende Güterzug leitete zwar sofort eine Zwangsbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern.

Mit enormer Wucht erfasste die Lok den Wagen und schleifte ihn über die Gleise. Der Pkw wurde dabei etwa 50 Meter weit mitgeschoben, nach ersten Polizeiinformationen sogar bis zu rund 100 Meter. Besonders dramatisch: Ein Puffer der Lok drang bis in den Innenraum des Autos vor und reichte bis auf Höhe des Beifahrersitzes.

Das könnte Sie auch interessieren: Warum kann Hamburgs Rettungsheli bei Frost nicht fliegen?

Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Rettungskräfte versorgten ihn noch an der Unfallstelle, anschließend wurde er in das Elbeklinikum gebracht. Der Lokführer blieb unverletzt. Am Auto entstand Totalschaden, auch die Diesellok wurde beschädigt. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Die Strecke war zwischenzeitlich gesperrt und wurde nach Abschluss der Arbeiten wieder freigegeben. (apa)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test