Ein Camper am Strand.

Die Parkgebühren in St. Peter Ording sollen 2026 wieder sinken. Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Nach massiver Kritik: St. Peter-Ording ändert Preise fürs Strandparken

An St. Peter Ordings berühmten Strandparkplätzen werden die Gebühren im kommenden Jahr wieder günstiger. Die Preissenkung ist eine Reaktion auf harte Kritik. Nun folgen Änderungen – auch in der technischen Ausstattung des Parksystems.

„St. Peter-Ording schaufelt sich selbst das Grab, und zwar hauptsächlich durch hohe Parkgebühren, Strandgebühren und Kurtaxe“, schreibt ein SPO-Stammgast an die MOPO. Mit seiner Meinung ist er nicht allein – die Unzufriedenheit ist groß.

Nun reagiert die Gemeinde mit neuen Tarifen und neuen Preisen. Und auch das kamerabasierte Parken soll ausgebaut werden.

Strandparken in SPO: Neue Preise ab 2026

In diesem Jahr stieg der Parkpreis in Ording auf 15 Euro und in Böhl auf 12 Euro. Von 17 bis 20 Uhr lag die Gebühr bei 10 Euro. Ein Grund für diese Zahlen war die Einführung des elektronischen Systems am Strand, mit dem die Kennzeichen erfasst und eine Online-Zahlung möglich wurde.



Ab 2026 sinken die Preise wieder. Im kommenden Jahr soll von 7.30 Uhr bis 9.30 Uhr ein Morgentarif von fünf Euro (Ording) und drei Euro (Böhl) gelten, schreibt SHZ.de. Auch das späte Parken am Nachmittag wird wieder günstiger: Von 17 bis 20 Uhr werden dann fünf Euro am Ordinger Strand sowie drei Euro an der Überfahrt Böhl fällig, führt der Bericht aus.

SPO: „Gute Lösung für die Strandbesucher“

In Ording bleibt das Tagesticket bei 15 Euro. Laut Medienberichten wird nur in Böhl das Ticket von 13 auf 9 Euro gesenkt. Das Strandparken bleibt von 20 bis 22.30 Uhr frei, nachts sind die Parkplätze geschlossen.

„Das ist eine gute Lösung für die Strandbesucher“, erklärte Oliver Grunau (CDU). Seine Fraktion hatte nach intensiven Gesprächen ihren Antrag auf kostenloses Abendparken zurückgezogen und der Tourismusausschuss sprach sich einstimmig für die neue Lösung aus, berichtet SHZ.de. Die endgültige Entscheidung trifft die Gemeindevertretung im Dezember.

St. Peter-Ording: Besucherzahlen gehen runter

Schon die gesamte Hauptsaison über gab es schlechte Stimmung in St. Peter-Ording. Die Besucherzahlen gingen runter, die Kritik wurde immer größer.

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„Bei diesen Preisen kommt man einfach nicht mehr oder bleibt kürzer“, sagte ein Stammgast auf MOPO-Anfrage im Sommer dieses Jahres. „Wir haben auf die Informationen und die Kritik aus der Bevölkerung reagiert“, betonte der Ausschuss-Vorsitzende dem Bericht zufolge. (tb)

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