Im Norden

Verprügelt bei AfD-Demo: Chef der Hamburger „Generation Deutschland“ in Klinik

Demo der AfD-Jugend Generation Deutschland mit Deutschlandflaggen in der Schweriner Innenstadt.
Demo-Teilnehmer der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland ziehen durch die Schweriner Innenstadt. Die Jugendorganisation demonstriert zum „Tag der Deutschen Jugend“ in Schwerin.

Die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland hat eine Kundgebung mit dem Titel „Tag der Deutschen Jugend“ abgehalten. Es kamen etwas mehr Gegendemonstranten als Teilnehmer.


Am Rande einer Demonstration in Schwerin ist der Hamburger Landesvorsitzende der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, Michael Schumann, angegriffen und verletzt worden. Es gebe drei Tatverdächtige, sagte eine Polizeisprecherin.

Die AfD Hamburg bezichtigte in einer Mitteilung die Antifa des Übergriffs. Die Polizei habe zudem nicht eingegriffen, behauptet die Partei. Nach Worten der Polizeisprecherin ereignete sich der Zwischenfall, als es vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung noch Zulauf gegeben habe.

Schumann musste laut AfD im Krankenhaus behandelt werden. Das rechtspopulistische Portal „Nius“ veröffentlichte ein Foto, das Schumann mit einer blutenden Platzwunde am Kopf zeigt. 

Mehr Gegendemonstranten als AfD-Anhänger

Rund 420 Anhänger der Generation Deutschland demonstrierten laut Polizei am Nachmittag auf dem Alten Garten im Schweriner Stadtzentrum. Etwa 460 Gegendemonstranten waren ebenfalls vor Ort. Sie versuchten, mit lauten Sprechchören die Kundgebung „Tag der Deutschen Jugend“ der Generation Deutschland zu übertönen. Zäune hielten beide Lager voneinander getrennt. 

Einige Gegendemonstranten versuchten auch, den anschließenden Aufzug der Generation Deutschland durch Schwerin durch Sitzblockaden zu behindern. Dies gelang jedoch nicht, weil Polizei und AfD-Jugendorganisation mit einer kurzfristigen Änderung des Streckenverlaufs reagierten.


Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Schweriner Stadtzentrum präsent. Neben Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern waren auch Einsatzkräfte aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen zu sehen. (dpa/mp)

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