Blick über den Strand der Steilküste des Nationalparks Jasmund zum Kreideklippenabbruch auf der Insel Rügen.

Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen gab es erneut mehrere Küstenabbrüche. Foto: picture alliance / dpa/Stefan Sauer

Rügens Kreideküste bröselt: größter Abbruch seit 15 Jahren

Der lange Frost und strenge Wind haben der Kreideküste von Rügen zugesetzt und zu einem großen Abbruch geführt – dem größten seit 15 Jahren. Was mitunter spektakulär wirkt, ist ein ganz normaler Prozess.

Nach langem Frost und Tauwetter ist ein großes Stück von Rügens Kreideküste abgebrochen. „Mit 9000 Kubikmeter ist das der größte Abbruch der letzten 15 Jahre“, sagte Ingolf Stodian. Er leitet den dortigen Nationalpark Jasmund – den kleinsten Deutschlands. 

Größter Abbruch seit 15 Jahren

„Wir haben hier ein Kreidesteilufer, was wirklich sehr senkrecht steht, und das ist in einer breiten Scheibe abgerutscht. Das war zu erwarten.“ Der strengere Winter mit langanhaltendem Frost habe den Abbruch am zurückliegenden Wochenende etwa einen Kilometer nördlich von Sassnitz begünstigt. Zuvor hatte die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.



„Die gesamte Scheibe von unten bis auch oben liegt nun am Strand. Das sehen wir sehr schön, dass dort unten Bäume plötzlich am Strand stehen. Die ja dort nicht gewachsen sein können.“ Bis zu 58 Meter von der Wand entfernt sei das Material in die Ostsee geschüttet worden.

Erosion für jeden erkennbar

Vergleichbar sei zuletzt nur ein Abbruch von 2011. Damals seien 35.000 Kubikmeter abgebrochen. Die Abbrüche seien vollkommen normal. „Seit Jahrtausenden formen solche Prozesse unsere Küste.“

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Zahlreiche Schilder weisen auf die Risiken an der Steilküste hin. Die Erosion sei für jeden erkennbar, ebenso die damit einhergehende Gefahr, sagte Stodian. „Jeder, der die Küste entlangkommt, kann das wahrnehmen und sollte das wahrnehmen.“ (dpa/mp)

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