Der Flüssiggastanker „Neptune“ am 8. Februar im Fährhafen Sassnitz in Mukran auf der Insel Rügen. Aktuell ist die Ostsee um den Hafen Mukran von Eis bedeckt.

Der Flüssiggastanker „Neptune“ am 8. Februar im Fährhafen Sassnitz in Mukran auf der Insel Rügen. Aktuell ist die Ostsee um den Hafen Mukran von Eis bedeckt. Foto: picture alliance / Rainer Keuenhof

Ostsee-Eisbrecher bricht Weg zu LNG-Terminal frei – Gasspeicher immer leerer

Eis behindert die Anfahrt von Gastankern zum Rügener LNG-Terminal. Der Eisbrecher „Neuwerk“ ist deshalb vor Sassnitz unterwegs. Ein auf Reede liegender Tanker wartet seit Tagen auf die Einfahrt.

Im Fahrgebiet vor dem LNG-Terminal auf Rügen ist seit dem Vormittag der Eisbrecher „Neuwerk“ im Einsatz, um die Fahrrinne zum Hafen Mukran schiffbar zu machen. Das eigentlich in der Nordsee eingesetzte Schiff werde voraussichtlich etwa eine Woche vor Ort bleiben, sagte eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee (WSA). Im Gegenzug hilft der Ostsee-Eisbrecher „Arkona“ in der Nordsee aus. 

Rügen: Gastanker wegen Eis auf Reede

Das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ war zusammen mit dem Schlepper „VB Bremen Fighter“ im Einsatz. Am LNG-Terminal liegt weiterhin der Tanker „Maran Gas Nice“. Der Gastanker „Minerva Amorgos“ sollte regulär eigentlich schon am Terminal festgemacht haben, liegt aber wegen der Eisverhältnisse vor Sassnitz auf Rügen auf Reede. Für die Ein- und Ausfahrt muss die Fahrrinne nach Angaben des Terminalbetreibers Deutsche Regas gefahrlos passierbar sein.

Das Hafenterminal in Mukran auf Rügen. (Symbolbild) picture alliance / Rainer Keuenhof | Rainer Keuenhof
Mukran
Im Hafen von Mukran auf Rügen stauen sich die Gastanker.

Besonders während des aktuell niedrigen Füllstands der deutschen Gasspeicher kommt dieser Verzug ungelegen. Aktuell sind die Speicher nur zu 26 Prozent gefüllt. In den Vorkrisenjahren 2017 bis 2021 lag der Wert um durchschnittlich 20 Prozentpunkte höher, wie der NDR berichtete.

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Das Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“ hat dem Unternehmen zufolge in den vergangenen drei Monaten mit 12,9 Terawattstunden (TWh) die größte Gasmenge aller schwimmenden LNG-Terminals in Europa regasifiziert. Mit 4,4 TWh sei über das Terminal auf Rügen im Januar zudem erneut die größte Gasmenge aller deutschen LNG-Terminals in das deutsche Fernleitungsnetz eingespeist worden. (mp/dpa)

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