Überraschende Wendung: Gestrandeter Wal soll jetzt doch gerettet werden
Überraschende Wendung im Fall des bei Wismar gestrandeten Wals. Das Tier soll nun doch lebend abtransportiert werden. Erste Details zeichnen ein spektakuläres Vorhaben.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister gibt grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal. Das Konzept sehe eine Bergung des lebenden Tieres und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik vor, sagte Till Backhaus (SPD) bei einer Pressekonferenz in Schwerin.
Die Behörden hätten das entsprechende Konzept geprüft und ihm zugestimmt. Die Maßnahmen sollten sofort starten. Die private Rettungsinitiative schicke zunächst Taucher ins Wasser, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen, sagte Backhaus. „Tierwohlstützende und leidlindernde Maßnahmen“ sind demnach vorgesehen. Der Tauchgang soll demnach um 17.30 Uhr beendet sein.
Minister gibt Okay für privaten Rettungsversuch für Wal – „Wir dulden dieses Vorhaben“
Dabei soll auch der Untergrund untersucht werden. Geplant ist laut Backhaus, am Donnerstag Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Gehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus.
Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen. Die Verantwortung liege bei den Initiatoren. „Wir dulden dieses Vorhaben“, sagte Backhaus. Geplant und finanziert wird das Vorhaben den Angaben zufolge den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz.
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Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März vor der Ostsee-Insel Poel. Bislang hatten Experten erklärt, dem Buckelwal könne nicht sinnvoll geholfen werden, und es sei das Beste, ihn in Ruhe und Würde sterben zu lassen. Das Tier war bereits mehrfach gestrandet. (dpa/mp)
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