Gruppe geht auf 15-Jährigen los: Großeinsatz nach Raubüberfall – Linienbus umstellt
Mit Maschinenpistolen und schwerer Schutzausrüstung: Polizisten haben nach einem Raubüberfall einen Linienbus in Rostock umstellt – es gab zwei Verletzte und elf Tatverdächtige.
Ein komplexer und über mehrere Stunden andauernder Einsatz hat die Rostocker Polizei am Montagabend beschäftigt. Ein Linienbus wurde von mehreren Streifenwagen im Stadtteil Schmarl gestoppt, die Beamten umstellten das Fahrzeug. Sie waren bewaffnet mit Maschinenpistolen und trugen schwere Schutzausrüstung. Hintergrund des Einsatzes soll eine Raubstraftat von gleich elf Tatverdächtigen gewesen sein.
Wie die Polizei am späten Montagabend bekannt gab, wurde der Einsatz gegen 17.45 Uhr über Notruf gemeldet. Ein 15-jähriger Junge gab an, von mehreren Personen in Evershagen überfallen worden zu sein. Dabei sollen ihm diverse Gegenstände geraubt worden sein. Die Beamten gehen davon aus, dass es ein zweites Opfer eines Raubüberfalls gab, einen 17-Jährigen.
Die Gruppe Jugendlicher stieg nach der Tat in einen Linienbus der RSAG und fuhr in Richtung Schmarl weiter. Die Beamten erhielten zwischenzeitlich Hinweise, dass einer der elf Tatverdächtigen eine Waffe bei sich führen könnte. Aus Eigenschutz statteten sich die Polizisten mit schwerer Schutzausrüstung aus, zogen ihre Maschinenpistolen, brachten den Bus am S-Bahnhaltepunkt Evershagen in der Hundsburgallee zum Stehen und umstellten ihn.
Während unbeteiligte Fahrgäste aussteigen durften, mussten die elf mutmaßlichen Angreifer und das 15-jährige Opfer im Bus bleiben. Alle wurden nach und nach erkennungsdienstlich behandelt und kamen anschließend auf ein Revier.
Raubüberfall: Tritte und Schläge gegen Opfer
Der 15-Jährige kam zur Behandlung seiner Verletzungen in die Kinderklinik. Das zweite Opfer, der 17-Jährige, entfernte sich eigenständig nach Dierkow, wo zahlreiche Polizisten am späten Abend nach ihm suchten. Auch er soll leichte Verletzungen erlitten haben, teilte die Polizei mit.
Beide Jugendlichen sollen laut Aussage der Beamten mit Tritten und Schlägen gegen den Oberkörper traktiert worden sein. Im Bus selbst soll es jedoch zu keiner Auseinandersetzung gekommen sein, dennoch würde das Videomaterial ausgewertet, hieß es.
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Zunächst stand im Raum, alle elf Tatverdächtigen, im Gefängnis unterzubringen. Genauere Einzelheiten sollen am Dienstag bekannt gegeben werden.
Wegen des Einsatzes war die Hundsburgallee für mehrere Stunden gesperrt. Der Fall soll im Zusammenhang mit einer schweren Raubstraftat von Mitte April im Rostocker Nordwesten stehen. Hier gab es Festnahmen und auch das SEK kam zum Einsatz.