Im Norden
Gefährlicher Internet-Trend im Norden: Was Eltern bei der „Blackout-Challenge“ tun können
Kinder würgen sich, um kurz das Bewusstsein zu verlieren. Erneut gibt es Fälle der „Blackout-Challenge“ im Norden.
Aus Anlass erneuter Vorfälle warnt die Polizei wiederholt vor einer als „Blackout-Challenge“ bekannten gefährlichen Mutprobe. Eine Mutter habe bei der Polizei in Stralsund Anzeige erstattet, weil ihre beiden minderjährigen Kinder unabhängig voneinander von gleichaltrigen Kindern gewürgt beziehungsweise in den Schwitzkasten genommen worden sein sollen.
Laut Polizei besteht der Verdacht eines Zusammenhangs mit der „Blackout-Challenge“, bei der versucht wird, etwa durch Würgen eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit zu erreichen.
„Blackout-Challenge“: Zwölfjähriger muss ins Krankenhaus
Jüngst hatte schon das Schweriner Bildungsministerium vor gefährlichen Mutproben gewarnt, zu denen über soziale Medien im Internet aufgerufen wird und die vor allem Kinder und Jugendliche zum Mitmachen verleiten können.
Zuvor hatte es nach Polizeiangaben auf einem Schulhof im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen entsprechenden Vorfall gegeben. Demnach ließ sich ein Zwölfjähriger von einem 13-Jährigen bis zur Bewusstlosigkeit würgen. Als die Bewusstlosigkeit eintrat, fiel der Zwölfjährige den Angaben zufolge zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Er kam in ein Krankenhaus.
In Schottland endete ein Fall sogar tödlich. Ein 14-Jähriger wurde tot in seinem Zimmer gefunden, nachdem er an der „Blackout-Challenge“ teilgenommen hatte.
Eltern sollten mit ihren Kindern über Gefahren von Mutproben sprechen
Die Polizei warnte nun erneut, dass derartige Aktionen innerhalb kürzester Zeit zu schweren Verletzungen, bleibenden gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen können. Sie appellierte eindringlich an Eltern, Schulen, Vereine sowie alle Erziehungsverantwortlichen, mit Kindern und Jugendlichen über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben zu sprechen. Kinder sollten für die Risiken sensibilisiert und dazu ermutigt werden, sich nicht von Gruppendruck oder vermeintlichen Trends in sozialen Netzwerken beeinflussen zu lassen.
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Sollten Eltern oder Erziehungsverantwortliche feststellen, dass Kinder an derartigen Challenges teilnehmen oder andere dazu auffordern, empfiehlt die Polizei, das Gespräch zu suchen und gegebenenfalls Schule oder Polizei zu informieren. (dpa/esk)
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