Trauer nach Tod von Fabian aus Güstrow: Der 8-Jährige ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Ermittlungen dauern an.

Trauer nach Tod von Fabian aus Güstrow: Der Achtjährige ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Foto: picture alliance / dpa/Stefan Sauer

„Fressen Wildschweine tote Menschen?“ Schock-Details im Mordprozess um Fabian (8)

Google-Suchen, ein Überwachungsvideo und Handyauswertungen – der Prozess um den getöteten Achtjährigen Fabian wartet mit Ermittlungsdetails auf, überzeugt aber einen wichtigen Zeugen nicht.

Der Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat am dritten Verhandlungstag Einblick in Ermittlungsergebnisse gegeben. Demnach wurde mit dem Nutzeraccount der Angeklagten am Tag des Verschwindens frühzeitig nach Stichworten wie „Polizei” oder auch „Person vermisst” im Internet gesucht. 

Den Ausführungen des Gerichts zufolge passierte dies schon, bevor Fabians Vater, der zuvor eine mehrjährige Beziehung mit der Frau geführt hatte, ihr mitteilte, dass sein Sohn vermisst werde.



Über den Account der 30-jährigen Beschuldigten wurde demnach ferner am Tag nach Verschwinden des Jungen mit Stichworten gesucht wie „fressen Wildschweine tote Menschen”.

Der Angeklagten wird vorgeworfen, den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben. Jetzt kommen neue Details ans Licht. Bernd Wüstneck/dpa
Der Angeklagten wird vorgeworfen, den zur Tatzeit 8-jährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben. Jetzt kommen neue Details ans Licht.
Der Angeklagten wird vorgeworfen, den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben. Jetzt kommen neue Details ans Licht.

Das Video einer Überwachungskamera, das während der Verhandlung gezeigt wurde, zeigte zudem den Wagen der Angeklagten binnen weniger Minuten zweimal unweit Fabians Wohnung am Vormittag des 10. Oktobers 2025.

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Im entsprechenden Zeitraum wurde den Auswertungen zufolge nach zuvor permanenter Aktivität das Display von Fabians Handy deaktiviert. Es wurde demnach erst wieder am Nachmittag angeschaltet, als Fabians Mutter nach Hause kam, dort das Handy, aber nicht den Jungen auffand. Die Angeklagte schweigt vor Gericht bislang zu den Vorwürfen.

„Ich glaub’ an ihre Unschuld”

Im Gericht wurden zudem Audionachrichten der Angeklagten abgespielt, in denen sie einem Bekannten vorschlägt, unter anderem bei Klein Upahl südwestlich von Güstrow nach dem vermissten Jungen zu suchen. Schlussendlich wurde Fabians Leiche unweit des Ortes gefunden. Den Fund hatte die Beschuldigte selbst der Polizei gemeldet.

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Fabians Vater sagte: „Ich glaub’ an ihre Unschuld.” Die Staatsanwaltschaft wirft der deutschen Angeklagten vor, den Jungen am 10. Oktober vergangenen Jahres mit einem Messer getötet zu haben. 

Laut Anklage sollen Beziehungsprobleme mit Fabians Vater eine Rolle gespielt haben. Beide hatten sich getrennt. Nach Aussage des Vaters sind sie inzwischen aber wieder ein Paar. Er habe die Frau, für die bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt, regelmäßig in der Untersuchungshaft besucht. (dpa/mp)

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