94-Jähriger stürzt von Fähre in die Ostsee – Großeinsatz
Stundenlange Suchaktion in der Ostsee vor Rügen: Am Montag stürzte ein 94 Jahre alter Mann von der Fähre „Skania“ in die Ostsee. Das Unglück ereignete sich rund 28 Kilometer vor der Küste Rügens.
Mehrere Passagiere beobachteten, wie der polnische Staatsbürger über Bord ging. See und Wetter waren zum Zeitpunkt des Vorfalls ruhig, sagte ein Sprecher der Seenotretter gegenüber MOPO. Erst gegen Ende der Suche frischte der Wind auf. Die Wassertemperatur der Ostsee lag bei etwa vier Grad.
Ostsee: Suche wurde eingestellt
Gegen 16.25 Uhr wurde der Vorfall der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeldet. Die Suche fand bei Dunkelheit statt. Neben mehreren Schiffen der DGzRS, beteiligten sich auch ein Boot der Wasserschutzpolizei, ein Zollboot, ein Bergungsschlepper sowie zwei Hubschrauber. Auch die Fähren „Skania“ und „Polonia“ – die in die Gegenrichtung fuhr – suchten nach dem vermissten Passagier. Rettungskräfte aus Deutschland, Polen, Dänemark und Schweden suchten die See vor Rügen ab.
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Mithilfe von Strömungsberechnungen konnte die DGzRS das Suchgebiet eingrenzen. Die ruhige See und die schnelle Alarmierung begünstigten die Suche. Gegen 19 Uhr wurde diese jedoch eingestellt – ohne Ergebnis. Nach Informationen der Einsatzkräfte gibt es Hinweise auf einen Suizid. Die Fähre „Skania“ war auf der Route von Ystad in Schweden nach Swinemünde in Polen unterwegs. Das Unglück ereignete sich kurz vor dem Ende der Überfahrt. (mp)
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