Blitzer-Posse im Norden: Hier werden auch Radfahrer und Fußgänger geblitzt
Ein Blitzer, der wirklich alles erwischt: Auf der Burgtorbrücke in Lübeck sorgt seit Tagen eine ungewöhnliche Radarfalle für Aufsehen – denn sie blitzt nicht nur Autos, sondern auch Radfahrer, E-Scooter-Fahrer und sogar Jogger. Die kuriose Maßnahme hat für Spott, Diskussionen und Millionen Klicks in den sozialen Netzwerken gesorgt.
Installiert wurde das mobile Gerät im Rahmen des Sicherheitskonzepts für den Weihnachtsmarkt am Koberg. Seit Ende November gilt dort täglich zwischen 10.30 und 22 Uhr ein Durchfahrtsverbot in Richtung Altstadtinsel. Der Blitzer misst dabei keine Geschwindigkeit, sondern registriert jede Bewegung, die das Verbot missachtet – unabhängig davon, ob jemand im Auto sitzt, radelt oder zu Fuß unterwegs ist.
Blitzer am Lübecker Burgtor wird zum Internet-Hit
Am Wochenende entwickelten sich rund um das Gerät teils skurrile Szenen. Viele Menschen ließen sich absichtlich blitzen, winkten in die Kamera oder filmten ihren „Schnappschuss“ für TikTok und Instagram. Andere reagierten genervt oder hielten die Aktion für überzogen. Kritiker bemängelten zudem, dass die Beschilderung zunächst unklar gewesen sei. Autofahrern droht bei einem Verstoß ein Bußgeld von 50 Euro.
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In der Nacht zum 16. Dezember verschwand der Blitzer plötzlich. Doch Entwarnung für Gegner der Maßnahme gibt es nicht: Laut Stadt wurde das Gerät lediglich ausgelesen und der Akku neu geladen. Eine Woche halte die Technik das Dauerblitzen maximal durch. „Er kommt wieder“, kündigte eine Sprecherin an. Bis dahin kontrolliert der Kommunale Ordnungsdienst stichprobenartig vor Ort. (rei)
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