U-Boot

Ein U-Boot liegt vor der neuen Schiffbauhalle auf der Werft von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

NATO-Land bestellt U-Boote bei Firma im Norden

Der Norden Deutschlands profitiert weiter vom U-Boot-Geschäft: Der Marineschiffbauer TKMS in Kiel erhält den Auftrag für zwei zusätzliche Boote für Norwegen. Damit wächst das Projekt zu einem der größten Aufträge in der Unternehmensgeschichte und stärkt die maritime Industrie in der Region.

Norwegen erweitert seinen Auftrag beim größten deutschen Marineschiffbauer TKMS um zwei weitere U-Boote. Die norwegische Regierung habe dem Kauf zugestimmt, berichtet TKMS. Norwegen hatte im Rahmen des deutsch-norwegischen 212CD-Programms bereits vier Boote in Auftrag gegeben. Nun folgte die Zusage für die Boote fünf und sechs. 

„Mit diesem strategisch wichtigen und jetzt weiterwachsenden Projekt tragen wir entscheidend zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas und der Beziehung beider Länder bei“, sagte Vorstandschef Oliver Burkhard. Das Unternehmen spricht von einem der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte.

Insgesamt zwölf U-Boote bei Firma bestellt

Deutschland und Norwegen hatten 2021 einen gemeinsamen Vertrag zur Beschaffung von zunächst insgesamt sechs U-Booten der neuen Klasse geschlossen. Bereits Ende 2024 hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags den Bau von vier weiteren U-Booten für die Deutsche Marine bewilligt. Damit baut TKMS nun für jedes der beiden Länder sechs Boote des neuen Typs.

Der Kieler U-Boot-Bauer hofft zudem auf einen weiteren 212CD-Auftrag aus Kanada zum Bau von bis zu zwölf U-Booten. Die Werft hat dort aber einen Mitbewerber aus Südkorea. Eine Entscheidung wird 2026 erwartet.

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TKMS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 wichtige Kennzahlen gesteigert. Der Auftragsbestand lag damals bereits bei 18,2 Milliarden Euro, das waren 55 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (11,6 Milliarden Euro). Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 9100 Beschäftigte, darunter rund 3300 in Kiel. Weitere Standorte sind Wismar und Itajaí in Brasilien. Mehrheitsaktionär ist Thyssenkrupp. (mp/dpa)

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