Sven Borchart steht vor seinem überregional bekannten Weihnachtshaus in Delmenhorst.

Sven Borchart steht vor seinem überregional bekannten Weihnachtshaus in Delmenhorst. Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

„In Gedenken an meine Frau“: Das verrückte Weihnachtshaus strahlt wieder

60.000 Lichter, Rehe, Krippe und Pyramide: Das Weihnachtshaus in Delmenhorst strahlt wieder. Und das ist für Sven Borchart in diesem Jahr ganz besonders wichtig.

Nach einem Jahr Pause hat Sven Borchart (55) am ersten Advent die rund 60.000 Lichter an seinem geschmückten Haus und Grundstück wieder angemacht. Hunderte Menschen kamen, um dabei zu sein. In diesem Jahr haben die Lichter für Borchart eine ganz besondere Bedeutung: Er schaltet sie bis zum 6. Januar 2026 jeden Abend in Gedenken an seine verstorbene Frau Martina an.

Insgesamt leuchten in und an dem Haus 60.000 Lichter. picture alliance/dpa/Sina Schuldt
Leuchtender Garten
Insgesamt leuchten in und an dem Haus 60.000 Lichter.

Seit dem Jahr 2000 zelebrierte das Paar gemeinsam das aufwendige Hobby. „Im letzten Jahr starb sie drei Tage vor Weihnachten völlig überraschend“, berichtet Borchart. „Es war eine harte Zeit. Mittlerweile schaue ich aber wieder positiv nach vorn.“ 2024 war das Weihnachtshaus dunkel geblieben, weil Bocharts Knie nicht mitgespielt hatte. Es war undenkbar, dass er auf eine Leiter kletterte, um die vielen Figuren und Lichter am Haus anzubringen. 

Weihnachtshaus in Delmenhorst: Aufbau startete Anfang November

Vor rund sechs Monaten bekam er eine Knievollprothese, seitdem ist er wieder schmerzfrei. „Ich habe lange überlegt, ob die Lichter wieder angehen sollen“, erzählt er. Eigentlich sollte er das Knie noch schonen. Der „Familienrat“ habe sich schließlich dafür entschieden: „In Gedenken an meine Frau machen wir das auf alle Fälle noch einmal.“

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Zusammen mit seinem Stiefsohn startete er Anfang November den Aufbau der Krippe, der lebensgroßen Rehe, der Lichterbögen und der Pyramide. Am Nikolaustag soll es noch einmal Glühwein und Punsch für alle Besucherinnen und Besucher geben. Die dadurch eingenommen Spenden gehen wieder an eine Einrichtung für therapeutisches Reiten. „Das ist uns eine Riesen-Herzensangelegenheit”, betont Borchart. (dpa/mp)

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