Ein beschädigtes Auto mit plattem Reifen im steht im Ortsteil Tenever.

Reifen von mehr als 260 Autos sind in den vergangenen drei Nächten in Bremen zerstochen worden. Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

Reifen von mehr als 250 Autos zerstört – Polizei fahndet nach Verdächtigem

Drei Nächte lang wurden zahlreiche Autoreifen in Bremen zerstochen: Die Sonderkommission „Reifenstecher“ ermittelte unter Hochdruck. Nun vermeldet die Polizei einen Erfolg.

Nach der Zerstörung von Reifen an mehr als 260 geparkten Autos in Bremen hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Es handelt sich um einen 41 Jahre alten Mann, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Demnach wurde die Wohnung des Bremers durchsucht, er selbst aber zunächst nicht angetroffen. Nach dem 41-Jährigen wird derzeit gefahndet.

Hinweise aus der Bevölkerung halfen

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zeigte sich nach dem Ermittlungserfolg erleichtert und bedankte sich bei der Bevölkerung. „Die Bürgerinnen und Bürger haben mit ihren wertvollen Hinweisen maßgeblich dazu beigetragen, den Tatverdächtigen zu identifizieren“, sagte er laut Mitteilung.

Innerhalb von drei Nächten wurden in verschiedenen Bremer Stadtteilen zahlreiche Autoreifen zerstochen. Betroffen waren Fahrzeuge unterschiedlicher Marken und Typen – von klein bis groß. Die Polizei richtete eine Sonderkommission „Reifenstecher“ ein. Auch der Staatsschutz beteiligte sich an den Ermittlungen. Zudem erhöhten die Beamten ihre nächtliche Präsenz und fuhren gezielt Streife.

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Die Ermittler baten darum, verdächtige Beobachtungen und Hinweise zu den Tätern zu melden. Über ein Hinweisportal konnten Fotos und Videos an die Polizei gesendet werden. Die Hinweise aus der Bevölkerung halfen nun dabei, den Tatverdächtigen zu identifizieren. Die Sonderkommission „Reifenstecher“ habe umfangreiches Beweismaterial ausgewertet, teilte der Polizeisprecher mit. Darunter waren demnach Videoaufnahmen, gesicherte Spuren und Hinweise aus der Bevölkerung. (dpa/mp)

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