Brockenwirt Daniel Steinhoff steht auf dem Brocken in der Küche des Touristensaals. Für drei 3,5 Millionen Euro hat der Landkreis Harz die Brockenkuppe gekauft. Das beliebte Ausflugsziel in Sachsen-Anhalt soll im ganz großen Stil touristisch aufgewertet werden.

Brockenwirt Daniel Steinhoff in der Küche des Touristensaals. Für drei 3,5 Millionen Euro hat der Landkreis Harz die Brockenkuppe gekauft. Foto: picture alliance/dpa | Matthias Bein

Höchster Berg Norddeutschlands: Entscheidung über Gastro-Betreiber gefallen

Der Personalmangel hat auch ihn getroffen: Brockenwirt Daniel Steinhoff zieht sich zurück. Er wird künftig nur noch den Brockenbahnhof bewirtschaften. Er stünde zusammen mit seinem Sohn 14 Stunden pro Tag in der Küche – trotz großer Bemühungen finde sich kein Personal. Nun wird ein „pfiffiger“ Betreiber gesucht.

Der Harzer Kreistag hat einstimmig über die Vergabe der Bewirtschaftung von Hotel und Gastronomie auf dem Brocken entschieden. Demnach ist Landrat Thomas Balcerowski (CDU) beauftragt, mit einem Göttinger Restaurantketten-Betreiber über einen Gewerbepachtvertrag zu verhandeln, teilte ein Landkreissprecher mit.

Details zum Konzept und zum weiteren Verfahren sollen am Donnerstag bekanntgegeben werden. Der Göttinger Gastronom betreibt in Deutschland mehrere BBQ-Restaurants sowie Motels.

Restaurant auf dem Brocken: Arbeitskräfte fehlen

Brockenwirt Daniel Steinhoff zieht sich zum Jahresende wegen Personalmangels zurück und wird künftig nur noch den Brockenbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen bewirtschaften. Man arbeite sehr viel mit Aushilfskräften, trotz großer Anstrengungen finde man kein Personal, hatte Steinhoff Ende August gesagt. Er und sein Sohn stünden 14 Stunden pro Tag in der Küche. „Wir beide rocken leider momentan den Brocken.“

Der Landrat sprach danach von einer traurigen Nachricht. Ziel sei es nun, einen gestandenen Unternehmer mit einer pfiffigen Betreiberidee zu finden. Es habe bereits erste Besichtigungen gegeben. Balcerowski kündigte zudem weitere Investitionen an, etwa in einen Kinderspielplatz und eine Bühne für Musikevents. „Der Brocken muss ins 21. Jahrhundert geführt werden“, so der Landrat.

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Der Landkreis Harz ist seit Juli 2025 im Besitz eines 13.000 Quadratmeter großen Grundstücks auf dem Brocken, auf dem etwa das Brockenhotel und der Brockenturm liegen. Er hatte eine europaweite Ausschreibung für Hotel und Gastronomie gestartet. (dpa/mp)

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