Große Sorge um Tierärztin: „Timmy“-Retterin liegt im Koma – „Die Lage ist ernst“
Das Robbenzentrum Föhr bestätigt den Koma-Zustand seiner Chefin und „Timmy“-Retterin und nennt keine Details. Die Tierarztpraxis bleibt vorerst geschlossen. Wie geht es weiter in Praxis, Tierhuus und Robbenzentrum?
Zusammenfassung:
- Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert im Koma, das bestätigt das Robbenzentrum Föhr.
- Ihre Praxis bleibt vorerst geschlossen, Kollegen übernehmen.
- Auf Föhr wurde eine Spendensammlung für die Tierärztin gestartet.
Die Föhrer Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert liegt derzeit im Koma. Das hatte das Robbenzentrum Föhr zunächst in einem Post bei Facebook bestätigt. Janine Bahr-van Gemmert war zuvor bundesweit dadurch bekannt geworden, dass sie als Tierärztin im Team bei der privaten Rettung des in der Ostsee gestrandeten Wals „Timmy/Hope“ mitwirkte. „Die Lage ist weiterhin ernst“, schreibt das Team des Robbenzentrums, dessen Chefin Bahr-van Gemmert ist.
Weitere Informationen zu dem Gesundheitszustand wolle man zum Schutz der Privatsphäre sowie im Sinne der Familie nicht veröffentlichen, schreibt das Team weiter. Man schätze die vielen aufrichtigen und respektvollen Nachrichten. „Wir sind tief berührt von der großen Anteilnahme und den zahlreichen Genesungswünschen“, heißt es in der Veröffentlichung. Gleichzeitig erlebe man aber auch vermehrt Anfragen, „die wir in dieser Form unangemessen finden“, schreiben die Mitarbeiter.
Tierärztliche Praxis bis auf Weiteres geschlossen: Kollegen von der Insel übernehmen
Auf Nachfrage erklärte eine Mitarbeiterin des Tierhuus/Robbenzentrums, dass die tierärztliche Praxis von Janine Bahr-van Gemmert bis auf Weiteres geschlossen bleiben werde. Kollegen von der Insel würden sich bemühen, die Patienten der Praxis zu übernehmen.
Im Robbenzentrum, in dem auch Seehunde und Robben gepflegt werden, befinden sich derzeit keine Tiere. Im Tierhuus, in dem Wild- und Fundtiere aufgenommen werden, kümmere man sich um die Pflege der dortigen Tiere. Der Ehemann von Janine Bahr-van Gemmert befindet sich weiterhin auf dem Festland. „Alles ist noch sehr unklar“, sagt die Mitarbeiterin am Telefon.
Spendeaktion für Janine Bahr-van Gemmert gestartet
Eine Privatperson von der Insel Föhr hat zudem eine Spendenaktion für die Tierärztin gestartet. Ziel sei es, die laufenden Kosten für ihre Praxis, das Tierhuus und das Robbenzentrum zu decken, solange Bahr-van Gemmert ausfällt. Nach Angaben der Initiatorin kommt die Unterstützung direkt den Einrichtungen zugute, die sich größtenteils über Spenden finanzieren.
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Bis zum 26. April kamen dabei bereits rund 42.000 Euro zusammen, das Spendenziel liegt bei 45.000 Euro. (Dieser Artikel erschien zuerst auf shz.de)