Die Metallboje vom Amrumer Strand.

Die Metallboje vom Amrumer Strand. Foto: Polizeidirektion Flensburg

Rätselhafter Fund an Nordseestrand: Mann bohrt Metallkugel an – nun schwebt er in Lebensgefahr

Ein Fund am Strand endete dramatisch: Ein 55 Jahre alter Mann ist beim Anbohren einer Tiefseeboje auf Amrum (Kreis Nordfriesland) lebensgefährlich verletzt worden.

Der Mann habe den Gegenstand, eine Kugel von etwa 15 Zentimetern Durchmesser, am Samstagabend am Strand gefunden und mitgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Kampfmittelräumdienstes und des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes handelte es sich um eine Metallboje.

Amrum: Mann bohrt Metallkugel an – schwer verletzt

Zu Hause habe der Finder die Kugel angebohrt, sagte eine Polizeisprecherin. Dabei strömte vermutlich ein unbekanntes Gas aus. Der 55-Jährige habe schwere Verbrennungen erlitten. Rettungskräfte transportierten den lebensgefährlich Verletzten per Hubschrauber von Amrum in eine Klinik nach Hamburg.

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Zunächst waren die Ermittler von einem Munitionsfund ausgegangen. Die Polizei warnt davor, unbekannte oder verdächtige Gegenstände mitzunehmen oder zu beschädigen. Stattdessen sollten Finder das Ordnungsamt oder über 110 die Polizei informieren. Auch bei vermeintlich harmlosem Strandgut könne es sich um Drogen, Chemikalien, verrostete Waffen oder Munitionsbestandteile wie weißen Phosphor handeln. Letzterer habe große Ähnlichkeit mit Bernstein und sei leicht entflammbar. (dpa/mp)

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