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Frau seit zwei Jahren vermisst: So will die Polizei den Fall jetzt klären

Grömitz –

Bei den Ermittlungen zu einem zwei Jahre alten Vermisstenfall geht die Lübecker Kriminalpolizei bei der Suche nach Zeugen nun ungewöhnliche Wege. 

Die Polizei hat in ganz Deutschland 2500 Menschen, die Ende Juli 2018 in Grömitz und Umgebung Urlaub gemacht haben, um Hilfe gebeten. Die Heimatadressen der Urlauber hatte die Polizei bei den Vermietern erfragt.

Datenschutzrechtlich sei diese Art der Zeugenermittlung kein Problem, sagte Oberstaatsanwalt Christian Braunwarth am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ berichtet.

Ermittler schließen Tötungsdelikt nicht aus 

Von der Befragung erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse darüber, ob sich die damals 47 Jahre alte Vermisste am 27. Juli 2018 oder an den folgenden Tagen in der Umgebung des Ostseebades im Kreis Ostholstein aufgehalten hat.

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Dort wollen Zeugen die Frau am 27. Juli 2018 in Begleitung von zwei jungen Männern gesehen haben. Die Ermittler schließen inzwischen nicht mehr aus, dass die Frau Opfer eines Tötungsdeliktes geworden ist.

Die schwer behinderte Frau aus Eutin im Kreis Ostholstein wollte den Ermittlungen zufolge an diesem Tag ihre in Grömitz wohnenden Eltern besuchen. Dort ist sie jedoch nie angekommen. (dpa/hb)

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