Busse des Schienenersatzverkehrs stehen an einer Straße. Seit dem ersten August und noch bis Ende April ist die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt.

Busse des Schienenersatzverkehrs stehen an einer Straße. Seit dem 1. August und noch bis Ende April ist die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Foto: picture alliance/dpa | Philip Dulian

Ersatzverkehr auf Hamburg-Berlin-Strecke – was viele Pendler jetzt machen

Lange Fahrzeiten, Umstiege, anfangs auch Chaos bei Beschilderung und Barrierefreiheit: Der Ersatzverkehr auf der Strecke Hamburg–Berlin fordert Fahrgäste weiter. Pro Bahn sagt aber auch: Es läuft inzwischen deutlich besser.

Lange Fahrzeiten und zusätzliche Umstiege belasten viele Fahrgäste im Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin wegen der Generalsanierung der Bahn-Strecke. „Viele sind aufs Auto ausgewichen”, sagte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn in Mecklenburg-Vorpommern, Marcel Drews, mit Blick auf die vergangenen Monate. Das habe dazu geführt, dass Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) oft weitgehend leer fuhren. 

Bahn: Noch bis April wird auf Strecke gearbeitet

„Es läuft im Großen und Ganzen gut”, sagte der Sprecher von Pro Bahn in Schleswig-Holstein und Hamburg, Karl-Peter Naumann. Auch wenn die Ersatzrouten für Fahrgäste herausfordernd seien. Nach Angaben des Pro-Bahn-Vorsitzenden in Berlin und Brandenburg, Martin Pogatzki, hat es anfangs noch Probleme bei der Barrierefreiheit und der Beschilderung gegeben. Mittlerweile kämen keine entsprechenden Hinweise mehr von Fahrgästen.

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Noch bis Ende April soll auf der wichtigen Zugstrecke gebaut werden. Heute Nachmittag will Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) in Schwerin zusammen mit Vertretern von Bus und Bahn eine Zwischenbilanz ziehen.

Ersatzverkehr: Busse seien jetzt pünktlicher

Die Deutsche Bahn (DB) hat für die Dauer der neunmonatigen Generalsanierung gemeinsam mit den Aufgabenträgern der betroffenen Länder ein umfassendes Verkehrskonzept erarbeitet. Dazu gehört auch der Schienenersatzverkehr, mit dessen Durchführung das Busunternehmen Ecovista beauftragt wurde.

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Im November hatte Ecovista mitgeteilt, dass sich die Pünktlichkeit der Busse deutlich verbessert habe. Nach einem Unfall auf der Autobahn 24 im August vergangenen Jahres sei das Höchsttempo aller Gelenkbusse vorsorglich auf 80 Kilometer pro Stunde gedrosselt worden, zugelassen sind sie eigentlich für bis zu 100 Kilometer pro Stunde. Zudem seien im Oktober nach einem Unfall verpflichtende Alkoholtests für Busfahrer eingeführt worden. (dpa/mp)

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