Im Norden

Eltern getötet: Riesige Hilfswelle für die Tochter (2) – auch Promis haben gespendet

Eltern in Bremen mit Stichwaffe getötet (Archivbild)
Polizisten am Tatort in Bremen. Ein Ehepaar wurde hier tot aufgefunden. (Archivbild)

Ein Bremer Ehepaar wird getötet – und hinterlässt eine zweijährige Tochter. Die Großeltern kümmern sich nun um das Mädchen und brauchen Unterstützung.

Nach dem Tod eines Ehepaares in Bremen werden Spenden für die zweijährige Tochter gesammelt. Mehr als 290.000 Euro sind bei dem Aufruf auf der Plattform „GoFundMe“ bisher zusammengekommen.

Unter den Spendern sind auch prominente Namen gelistet: So sollen der Bremer Satiriker Jan Böhmermann und Werder-Profi Mitchell Weiser jeweils 1000 Euro beigesteuert haben.

Bremer Ehepaar getötet – Spenden für die Tochter 

„Kein Geld der Welt kann diesen Verlust ungeschehen machen oder die Eltern ersetzen”, schreiben die Initiatoren des Spendenaufrufs online. „Aber gemeinsam können wir dafür sorgen, dass den Großeltern zumindest die finanziellen Sorgen genommen werden.” Sie haben das verwaiste Mädchen bei sich aufgenommen.

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Auf die Großeltern kämen neben dem Schmerz nun unerwartete Kosten zu – etwa für die Betreuung der Kleinen und für Kleidung. Dabei soll das Geld helfen. „Sie sollen ihre gesamte Kraft für das Heilen und das gemeinsame Weitergehen mit ihrer Enkeltochter aufbringen können", heißt es auf der Plattform. Außerdem rufen die Initiatoren dazu auf, ein finanzielles Polster für die spätere Ausbildung des Mädchens zu schaffen.

Hintergrund: Wie das Kleinkind seine Eltern verlor

Ein Nachbar soll die Eltern des Mädchens am Freitagmittag mit einer selbst gebastelten Stichwaffe getötet haben. Einsatzkräfte fanden den 40-jährigen Vater mit tödlichen Stich- und Schnittverletzungen auf dem Gehweg. Seine 35 Jahre alte Frau, die Mutter des Mädchens, lag tot im Keller eines Mehrparteienhauses in der Nähe. 

Dort wohnte das Ehepaar; auch der Verdächtige hatte eine Wohnung in dem Haus. Das Mädchen war zum Zeitpunkt der Tat in den Räumen des Paares und blieb körperlich unverletzt. 

Zwei Tage später nahm die Polizei den Verdächtigen in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede fest. Er soll sich selbst lebensgefährlich verletzt haben, sein Zustand ist laut Staatsanwaltschaft inzwischen stabil. Der 22-Jährige wird voraussichtlich noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, bevor er in Untersuchungshaft kommt. (dpa/js)

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