Eine Drohne fliegt am Himmel.

Drohne (Symbolbild). Foto: Alexander Steenbeck

Drohne in Airport-Nähe: Mann sorgt für Luftraumsperrung

Drohnensichtungen in Flughafennähe führten zuletzt mehrfach zu Beeinträchtigungen. Ein Vorfall in Bremen ließ sich zwar schnell klären, bleibt aber nicht ohne Konsequenzen für den Piloten der Drohne.

Der Drohnenflug in der Nähe des Bremer Flughafens hat am Dienstag einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Der Luftverkehr sei aber nur kurz beeinträchtigt gewesen, so die Polizei. Über der Stadt war der Luftraum für etwa 30 Minuten gesperrt, es kam aber nicht zu Umleitungen oder Ausfällen.



Drohne über Baustelle am Bremer Flughafen

Ein 39-jähriger Mann hatte demnach eine Drohne in einer Höhe von 35 Metern über einer Baustelle einer Flughafenservicefirma fliegen lassen. Einsatzkräfte der Bundespolizei trafen den Drohnenpiloten in der Nähe an und übergaben ihn der Landespolizei. 

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Den Beamten erklärte er, dass er Übersichtsaufnahmen einer Baustelle habe machen wollen. Weil sich sein Flug aber in einem sensiblen Bereich des Flughafens ereignete, handelte es sich nicht nur um eine Ordnungswidrigkeit. Der Mann bekam eine Strafanzeige wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Die Drohne wurde sichergestellt.

Vermehrt Drohnensichtungen über Airports

Am Flughafen Bremen wurde bereits am 2. November eine Drohne beobachtet. Der Flugbetrieb wurde daraufhin für eine knappe Stunde ausgesetzt. Wenige Tage später ereignete sich das gleiche Spiel in der Nähe des Flughafens Hannover: Nach der Sichtung eines unbemannten Fluggeräts gab es dort für eine Dreiviertelstunde keine Starts und Landungen.

Anfang Oktober hatte der Flughafen München an zwei Abenden nacheinander wegen Drohnenalarms den Betrieb eingestellt. Tausende Reisende waren betroffen und mussten die Nacht am Airport verbringen. „Die Drohnen entfernten sich sofort, noch bevor sie identifiziert werden konnten“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. (dpa/mp)

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