Die echte „Herr der Ringe“-Kulisse: Wo Tolkien sich für sein Werk inspirieren ließ
Grüne Hügel, einsame Strände, eine geheimnisvolle Burgruine und Namen, die klingen wie aus einer anderen Welt: die Halbinsel Djursland im Osten Jütlands begeistert nicht nur Urlauber. Der britische Autor J.R.R. Tolkien ließ sich vor über 70 Jahren auch von dieser dänischen Region zu seinem epochalen Werk „Der Herr der Ringe“ inspirieren.
Sagenhafte Gegend
Auch wenn die Romane zum größten Teil in Neuseeland verfilmt wurden – die Mittelerde-Welt hat ihre Wurzeln auf der Halbinsel Djursland. J.R.R. Tolkien, ein auf Skandinavien spezialisierter Sprachwissenschaftler, nutzte Sagen der Region als Inspirationsquelle und übernahm Ortsnamen wie Hjelm Dyb (Helms Klamm) oder das Gut Isgård (Isengart) für „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“.
Burgruine Kalø
Nur noch ein Turm und ein paar Mauern sind von der mehr als 700 Jahre alten Burg Kalø stehen geblieben. Die Ruine lässt erahnen, wie gewaltig das Bauwerk einst gewesen ist. Über die mit 1,5 Kilometern längste mittelalterliche Straße Dänemarks gelangen Besucher nur zu Fuß auf die Halbinsel mit der Burg. Das Meer glitzert blau und dieser verwunschene stille Ort scheint zeitlos zu sein. Von der Gegend um die Kalø-Burgruine war auch Tolkien besonders fasziniert.
Wandern in den Mols Bjergen
In den Mols Bjergen, einem Naturschutzgebiet, das sich ausgezeichnet für längere oder kürzere Wanderungen eignet, liegt das hübsche Dorf Agri. Auf dem Mols Bjerge Stien kann man in drei Etappen von Kalø bis Ebeltoft wandern und den höchsten Berg der Gegend, den 137 Meter hohen Agri Bavnehøj, erklimmen. Hier weist ein Schild auf den Bezug zu Tolkiens Leuchtfeuern von Gondor hin, denn Bavnehøj heißt Leuchtfeuerhügel.
Süße Kleinkunst
Ebeltoft, ein Fachwerkstädtchen, hat zwar nichts mit „Herr der Ringe“ zu tun, ist wegen seiner kleinen Geschäfte, der bunten Häuser, der Hafenatmosphäre und wegen der besten Flødeboller weit und breit immer einen Besuch wert. Hana stellt die Schaumküsse in allen Farben und Geschmacksrichtungen von Erdnuss über Pistazie, Kokos, Orange oder Himbeere in der Adelgade 19 her. „Ich habe einen Kunden, dem ich die Flødeboller jedes Jahr per Post zum Geburtstag nach Hamburg schicke – immer hoffe ich, dass sie heil ankommen“, sagt die sympathische Inhaberin.
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Übernachten am Nationalpark
Den ehemaligen Bauernhof Molshøjgaard am Nationalpark Mols Berge haben Hanne und Jan zu Ferienappartments mit viel Platz für Familien umgebaut. Zum Hof gehören eine Apfelplantage und ein kleiner Hofladen (der Apfelsaft ist fantastisch!). (www.visitaarhus.de/staedte-und-regionen/djursland)Von hier kann man die Ruine Kalø sehen und zu Wanderungen oder Radtouren starten.