Deutsche Häuser zu teuer? Influencerin saniert altes Haus in Dänemark
Ein Haus in Deutschland schien unerschwinglich. Deshalb entschieden sich Nina und ihr Partner Florian, nach Dänemark auszuwandern. Das neue Leben brachte auch Erfolg auf Instagram. Ein Bericht über Lehmputz und Likes.
Als Nina Johannsen gemeinsam mit ihrem Partner Florian Johannsen im Jahr 2022 ein altes Haus in Dänemark kaufte, war vor allem eines klar: Es würde viel Arbeit werden. Doch genau das reizte das Paar. Für 74.000 Euro erwarben sie ein charmantes, aber renovierungsbedürftiges Haus in der Nähe der dänisch-deutschen Grenze – ganz ohne Baukredit.
Sanierung in Eigenregie: nach drei Jahren ist die Hälfte fertig
Das Haus in der Kommune Tondern hatte gemischte Voraussetzungen: Das Dach war neu, der Grundriss aber nicht klassisch und das meiste renovierungsbedürftig. Alte Dielen, gefunden unter Teppichschichten, eine verwinkelte Speisekammer im Keller – all das sollte bleiben. Das Paar entschied sich bewusst für eine Sanierung mit natürlichen Materialien.
Vor allem Lehm wurde zum Markenzeichen: „Die Wände haben wir selbst verputzt – mit Unterstützung eines Lehmbauers, der uns das beigebracht hat“, erzählt Nina. Hinter dem Lehm steckt mittlerweile die neue Wandheizung.
Nach drei Jahren ist etwa die Hälfte der Räume fertiggestellt – das Projekt läuft Stück für Stück, finanziert aus Ersparnissen und mit viel Eigenleistung.
Inzwischen folgen 180.000 Menschen Nina Johannsen
Was als privates Abenteuer begann, entwickelte sich bald zu einem öffentlichen Projekt. Auf Instagram dokumentiert Nina ihren Weg. Mittlerweile folgen ihr dort über 180.000 Menschen – viele von Anfang an.
Der Aufwand ist groß. Zwischen Grafikdesign-Aufträgen, ihrem alten Job, Baustelle und Alltag investiert Nina Zeit in Content-Planung, Videodreh und Schnitt. „Es ist mein Job geworden – aber einer, der einfach zu mir passt“, sagt sie. Trotz des Erfolgs bleibt Nina zurückhaltend.
Dänische Sprache anfangs eine Hürde
Sich in Dänemark zu integrieren, ist kein Selbstläufer. Für Nina war die Sprache anfangs eine Hürde. Doch staatlich finanzierte Dänischkurse halfen ihr, im Alltag Fuß zu fassen.
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In der Einrichtung bleibt sie ihrer Linie treu: Secondhand, Fundstücke vom Flohmarkt, nachhaltige Materialien. Ihre Tipps für Schnäppchenjäger in Süddänemark: „Loppemarkedsyd“, „Kirppu“ oder „Guld og Rod“.