Clankriminalität: Durchsuchungen in Ostfriesland
Gewerberäume und Wohnungen im Visier: Die Polizei und weitere Behörden haben bei einer Großaktion gegen mutmaßliche Clanstrukturen in Ostfriesland Beweismittel gesichert.
Mehr als 200 Einsatzkräfte sind in Ostfriesland gegen Clankriminalität vorgegangen. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, wurden 16 gewerbliche Einrichtungen und Privatwohnungen Beschuldigter durchsucht. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen eine Vielzahl von Personen, die dem Clanmilieu zugerechnet werden. Ihnen werden unter anderem Vermögens- und Wirtschaftsdelikte sowie Steuerstraftaten vorgeworfen.
Im Norden: Beweise und Vermögen beschlagnahmt
An dem Einsatz waren neben der Polizei auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück, das Hauptzollamt Oldenburg, die Zollfahndung Hannover und die Steuerfahndung des Landkreises Aurich beteiligt. Bei den Kontrollen und Durchsuchungen im Stadtgebiet Aurich, in Wittmund, Wiesmoor und Norden sicherten die Einsatzkräfte Beweismittel und Vermögenswerte.
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Niedersachsens Polizei und Justiz wollen kriminelle Clanstrukturen bekämpfen. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund alleine aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. (dpa/nf)
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