Tödliche Gefahr: Unbekannte stellen Lkw-Auflieger nachts quer auf Autobahn
Mitten in der Nacht wurde eine Autobahn im Norden zur Falle: Unbekannte haben in Bremen-Strom auf der Autobahn einen Lkw-Sattelauflieger so abgestellt, dass sämtliche Fahrstreifen blockiert wurden – bei Dunkelheit nahezu unsichtbar. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Gegen 2.10 Uhr in der Nacht zum Samstag entdeckten Einsatzkräfte den schwarzen, unbeladenen Sattelauflieger auf der A281. Er stand quer über beide Fahrstreifen sowie den Seitenstreifen der A281, zwischen den Anschlussstellen Strom und Seehausen in Richtung A27. Eine Durchfahrt war unmöglich.
Besonders brisant: Wegen der fehlenden Ladung war das Hindernis bei Dunkelheit kaum zu erkennen. Mehrere Fahrzeuge mussten bereits anhalten. Ein 64 Jahre alter Lkw-Fahrer konnte laut Polizei erst im letzten Moment eine Gefahrenbremsung einleiten und so einen schweren Unfall verhindern. Anschließend setzte er sein Fahrzeug einige Meter zurück, um andere Verkehrsteilnehmende zu warnen.
64-jähriger Lkw-Fahrer verhinderte wohl Schlimmeres
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Bremen werten den Vorfall als gezielte Tat. „Aufgrund der Feststellungen am Tatort ist zum jetzigen Zeitpunkt von einer vorsätzlichen Tat auszugehen, da das Abstellen des Aufliegers auf der Autobahn ein Rangieren und weitere Arbeitsschritte voraussetzt“, sagte ein Sprecher auf MOPO-Anfrage. „Der glimpfliche Ausgang ist lediglich dem Glück und der vorbildlichen Reaktion des 64-Jährigen zu verdanken.“
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Die Ermittlungen dauern an. Hinweise zur Tat oder zur Herkunft des Aufliegers nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421 362-3888 entgegen. (mp)
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