Polizisten bewachen Kokain, das im Hamburger Hafen sichergestellt wurde. (Symbolbild)

Polizisten bewachen Kokain, das im Hamburger Hafen sichergestellt wurde. (Symbolbild) Foto: RUEGA

Statt Hamburg: Kokain-Mafia weicht auf diese kleinen Häfen aus

Immer wieder werden Rekordmengen von Kokain abgefangen – an den großen Seehäfen wird streng kontrolliert. Doch die Drogenschmuggler dürften ein anderes Einfallstor gefunden haben.

Kokainschmuggler weichen einem Zeitungsbericht zufolge zunehmend von den großen Seehäfen wie Hamburg oder Rotterdam auf kleinere Nordseehäfen aus. Der Einfuhrschmuggel über kleinere Häfen sei für die niedersächsischen Behörden wegen der Lage des Bundeslandes als Nordsee-Anrainer ein Bearbeitungsschwerpunkt, sagte das Innenministerium nach einem Bericht der Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe. Die organisierten Kriminellen wichen so dem „Kontrolldruck an den großen europäischen Seehäfen“ aus. 

Kokain: Genaue Schmuggel-Menge noch unklar

Laut Landeskriminalamt Niedersachsen hätten allein in den vergangenen drei Jahren mehr als zwei Tonnen Kokain aus Südamerika mit dem Zielhafen Brake beziehungsweise Stade-Bützfleth eingeführt werden sollen, heißt es in dem Bericht. Die Drogen konnten aber schon in Brasilien, außerdem in Italien oder Polen von Polizei und Zoll sichergestellt werden. Unklar ist demnach allerdings, wie viel Kokain tatsächlich über diese Route eingeführt wurde.

„Organisierte Kriminalität ist eine der größten Herausforderungen für unsere Sicherheitsbehörden“, sagte die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens den Funke-Zeitungen. Die SPD-Politikerin betonte: „Dieses Phänomen ist geprägt von hoher Professionalität, internationaler Vernetzung und einer stetigen Anpassung an neue technische Möglichkeiten.“

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Organisierte Kriminelle versuchten, ihre Einnahmequellen zu behaupten. Ziel der Sicherheitsbehörden sei, „konsequent die Einfallstore für Drogen zu schließen“ – etwa mit gezielter Überwachung der Häfen. (mp/dpa)

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