Bier-Krise! Großkonzern macht komplette Brauerei dicht
Schon vor einigen Monaten hatte Oettinger angekündigt, kein Bier mehr in Braunschweig zu produzieren. Die Gewerkschaft wehrte sich – jedoch ohne Erfolg. Das Aus für die Brauerei kommt früher als erwartet.
Die Brauerei Oettinger wird in Braunschweig kein Bier mehr brauen. Das Unternehmen werde die Produktion bis Jahresende einstellen, sagte eine Sprecherin. Derzeit arbeiten rund 120 Beschäftigte in Braunschweig, davon sollen zehn Arbeitsplätze in der Logistik und Materialwirtschaft erhalten bleiben. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.
Brauerei Oettinger: Sinkende Absätze und veraltete Technik
Die Brauerei hatte bereits im Sommer angekündigt, die Produktion an die Standorte Oettingen und Mönchengladbach zu verlagern. Ursprünglich war die Teilschließung im Laufe des Frühjahrs 2026 geplant. Als Gründe nannte das Unternehmen sinkende Absätze und veraltete Technik.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Betriebsrat hatten sich gegen die Pläne gewehrt. Aus ihrer Sicht wäre der Standort nach Investitionen weiterhin leistungsfähig. Sie hatten die Hoffnung, dass ein anderer Getränkeproduzent einsteigt.
Das könnte Sie auch interessieren: Lagerhalle mit Gasflaschen brennt – Feuerwehr warnt Anwohner per Alarm-App
Auch für Oettinger „wäre der Erhalt aller Arbeitsplätze das Wunschszenario gewesen“, betonte die Sprecherin. Doch aus der Übernahme werde leider nichts. Die Brauerei in Braunschweig wurde 1871 gegründet. Oettinger hatte die frühere Feldschlößchen-Brauerei 2009 von Carlsberg übernommen. (dpa/mp)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.